2.100 Minijobs im Corona-Jahr in Lippe weggefallen

In der Gebäudereinigung sind Minijobs besonders stark verbreitet –und werden für die Betroffenen leider häufig zur Armutsfalle.

2.100 Minijobs im Corona-Jahr in Lippe weggefallen –

Im Kreis Lippe sind im vergangenen Jahr rund 2.100 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse verloren gegangen. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer Pressemitteilung mit und beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Der Rückgang zeigt, dass Minijobs in der Pandemie schnell zur Falle werden. In unsicheren Zeiten kürzen Firmen zuerst bei den 450-Euro-Kräften, die allerdings weder Anspruch auf das Kurzarbeiter- noch auf das Arbeitslosengeld haben“, kritisiert Sabine Katzsche-Döring von der IG BAU Ostwestfalen-Lippe. In der Gebäudereinigung seien prekäre Arbeitsverhältnisse besonders stark verbreitet und würden insbesondere für Frauen zum Karriererisiko. Betroffene müssten besser geschützt und Minijobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig werden, so Katzsche-Döring.