Abholzung in Lieme vom Tisch

Entscheidung am Montagabend: Eigentlich war die westliche Erweiterung des Industriegebiets Lemgo-West/Hengstheide um rund 10 ha bereits beschlossene Sache. Das ist aber erstmal vom Tisch.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich in seiner Sitzung am Montag dagegen entschieden. Im Grunde genommen geht es um das kleine Wäldchen bzw. Buschwerk im südwestlichen Bereich des Industriegebietes Richtung Hengstheide. Etliche Bäume, man spricht von vielen Hunderten, stehen dort und müssten zugunsten der Erweiterung abgeholzt werden.

Die SPD Fraktion hatte durch Udo Golabeck den Vorschlag gemacht, dass die Planung der westlichen Erweiterung den Erhalt des kleinen Waldstücks berücksichtigt. Mit der Begründung, dass es angesichts der herrschenden Klimadiskussion nicht zu vermitteln sei, dass ein bewusst angelegtes kleines Waldstück mit inzwischen halbhohen Eichen, Birken, Kastanien und Obstbäumen zugunsten einen Firmengebäudes abgeholzt werden solle. Der Ratsbeschluss von vor einigen Jahren sei mittlerweile überholt und müsse neu bewertet werden.

Die CDU und Stadtverwaltung verwiesen auf die wirtschaftliche Notwendigkeit weiterer Gewerbeflächen und plädierten in intensiven Debatten gegen das Wäldchen und zur Verlagerung der Ausgleichsfläche an anderer Stelle. Lemgos Beigeordneter und Kämmerer Dirk Tolkemitt hatte darauf hingewiesen, dass eine Ausweitung des in Richtung Westen ohne das Abholzen des Buschwerks nicht  möglich sei.

Einer Verlagerung der Ausgleichsfläche wollte der Ausschuss am Montag nicht zustimmen und hat sich in geheimer Abstimmung dagegen entschieden.

Bildquelle: openstreetmap