Ahmsen: 11A-Jugendliche wechseln in den Seniorenbereich

Bad Salzuflen/Ahmsen (ruko). Der TuS Ahmsen hat in der kommenden Saison keinen echten Neuzugang zu vermelden. Dennoch wird Ahmsens neuer Coach Thomas Johannfunke versuchen viele der talentierten Spieler aus der eigenen A-Jugend, die in den Seniorenbereich wechseln, in sein Team einzubauen. Der Kader der Ahmser beträgt zirka 22 Mann.

Wieder auf dem Platz vereint: die Seifert-Twins Jörn und Sören. Jörn will es nach seiner schweren Knieverletzung noch einmal wissen.

Zudem wird Jörn Seifert wieder aktiv in das Geschehen eingreifen. Er laborierte an einem Kreuzbandriss, musste dabei ein paar Mal operiert werden und hofft jetzt, dass sein Knie hält. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, so Ahmsens Abteilungsleiter Lothar Köhnemann, der hofft, dass viele A-Jugendliche den Sprung in den Kader der 1. Mannschaft schaffen. Gleich elf Spieler wechseln in den Seniorenbereich. Da wären: Luca Marian Buchholt, Abduolaye Camara, Tim Malte Krügler, Phil Lange, Niclas Lehbrink, Malte Mooshage, Finn Petzold, Bastian Pluskat, Fynn Richter, Gianluca Sieveking und Fynn Tiekötter. „Richter, Sieveking und Petzold haben schon in der Ersten reingeschnuppert, leider konnten wir den Rest nicht einsetzen, weil Corona alles stoppte. Die Idee war eigentlich die Jungs ab April in der Zweiten auflaufen zu lassen, um Erfahrung bei den Senioren zu sammeln. Das hat nicht so funktioniert, so müssen sie jetzt geformt werden“, so Köhnemann weiter.

Basel Neamy geht nach Asemissen

Zwei Abgänge haben die Westlipper zu verzeichnen. Jan Ehlert verlässt den TuS nach nur einem Jahr wieder und kehrt zum TBV Lemgo zurück. Basel Neamy verlässt den Klub in Richtung Asemissen. „Sonst bleiben wir beieinander. Mit dem neuen Coach Thomas Johannfunke werden wir ein neues System und damit eine flexiblere Spielweise bekommen, so dass wir ein wenig unberechenbarer sein werden. In manchen Spielen war es so, dass wir durch den Gegner schon mit einfachen Mitteln in die Schranken gewiesen wurden. Das soll so nicht mehr sein, daran arbeiten wir“, weiß Köhnemann.

Der TuS will in der kommenden Saison auf jeden Fall oben mitspielen. „Langfristig wäre es unser Wunsch die Bezirksliga zu erklimmen“, wünscht sich der Ahmser Abteilungsleiter, der keinen echten Favoriten auf den Titel in der Liga ausmachen möchte. „Es gibt, glaube ich, keinen Topfavoriten. Da werden ein paar Mannschaften oben mitspielen. Bei uns kommt es auch ein bisschen darauf an, wie sich die Jungs in der langen Pause verhalten haben. Einige werden bestimmt etwas für sich und ihre eigene Fitness getan haben. Andere, und da zählte ich früher und auch heute noch zu, haben bestimmt das Leben genossen und nicht allzu viel gemacht. Die Spieler müssen erst wieder eine Mannschaft werden, weil halt endlos lange kein Teambuilding auf dem Platz stattgefunden hat. Da sind fußballerische Dinge erstmal wieder einzupflegen. Kondition kommt automatisch, ist aber, so glaube ich, ein gewichtiger und ausschlaggebender Faktor für die kommende Saison“, weiß Köhnemann, der sich besonders auf das erste Ortsderby gegen den TuS Lockhausen auf neuem perfektem Rasen freut. 

„Offensive verfeinern!“

Ganz klar, der TuS kann, auch wenn Jan Ehlert den Verein verlassen hat, wieder auf seine starke Offensive bauen. „Diese wollen wir natürlich noch verfeinern. Außerdem haben wir ein echt gutes Mittelfeld mit hervorragenden Einzelspielern“, sieht Köhnemann im Angriffsspiel seines Klubs weniger Probleme. „Defensiv müssen wir aber eine Schüppe drauflegen und einfach qualitativ besser werden, Das es geht, das wissen wir. Aber zu häufig haben wir verpasst den Zugriff im rechten Moment zu haben und wenn uns der Gegner ausspioniert hat und sich perfekt auf uns eingestellt hat, sahen wir schlecht aus. Da gilt es den Hebel anzulegen“. 

Die Insider-Prognose:

Die Ahmser dürften über ein eingespieltes Team verfügen, das sicherlich in der Lage sein dürfte, wie gewünscht, oben mitzuspielen. Man darf gespannt sein, welche Impulse der neue Coach Thomas Johannfunke dem Team geben kann. Wenn es Jörn Seifert schafft an seine Form, vor seiner Verletzung, anzuknüpfen, steht Johannfunke eine weitere „scharfe“ Waffe in der Offensive zur Verfügung. Der TuS wird sich am Ende auf jeden Fall unter den ersten fünf Platzierten in der Tabelle wiederfinden.