Birkner geht mit der Entscheidung der HBF konform

Auch HSG-Coach Steffen Birkner weiß natürlich nicht wie es in Zukunft in der Liga weiter geht. Birkner ist aber optimistisch und hofft, dass die neue Bundesligasaison pünktlich im September an den Start gehen wird.

Blomberg (ruko). Viele haben es befürchtet, nun ist es Realität. Die Handball Bundesliga Frauen (HBF) muss die Meisterschaftsrunde 2019/20 für die 1. und 2. Bundesliga abbrechen. Grund hierfür ist die sich zuspitzende Situation das Corona-Virus betreffend, so lautet es in einer Pressemitteilung der HBF.

Die HSG schließt die Saison auf Platz vier ab. Ob der am Ende für einen internationalen Wettbewerb ausreicht, soll später entschieden werden. Auch über Aufsteiger aus der 2. Liga soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Absteiger wird es in 1. Bundesliga nicht geben.

„Wir alle müssen
unseren Beitrag leisten!“

HSG-Coach Steffen Birkner geht mit der Entscheidung der HBF konform: „Ich denke, diese Entscheidung ist die richtige, so haben alle Klubs Planungssicherheit. Für uns Sportler, die ja ergebnisorientiert sind, ist das natürlich bitter, weil wir ja kein Endergebnis haben. Dennoch, wir haben eine sehr gute Saison gespielt, das können wir mitnehmen. Jetzt geht es aber um andere Dinge in dieser schweren Zeit. Wir alle müssen jetzt unseren sozialen Beitrag leisten, um möglichst schnell wieder zur Normalität zu kommen“, so Birkner.

Spielerinnen sollen
zur Ruhe kommen

Der Trainingsbetrieb bei der HSG ist bis auf weiteres ausgesetzt. „Trainingspläne haben meine Spielerinnen nicht bekommen. Sie sollen erst mal zur Ruhe kommen. Individuell werden sie sich fit halten, so wie sie können“, so Birkner, der natürlich auch weiß, dass durch die Corona-Krise sein Verein wohl auch in finanzieller Hinsicht gebeutelt sein wird. Niemand weiß in wie weit die Sponsoren nach der Krise noch in der Lage sein werden den Klub zu unterstützen. „Da geht es uns aber wie allen Vereinen und unser Geschäftsführer Torben Kietsch und Beiratsmitglied Jens Genge stehen im täglichen Austausch über dieses Problem“, weiß der HSG-Coach.

Glücklich ist der HSG-Coach darüber, dass der Kader für die neue Serie, die am 1. September hoffentlich starten wird, steht, auch wenn die HSG gerne noch eine Rückraumspielerin verpflichten möchte. „Das gestaltet sich aber zurzeit aufgrund der Ereignisse nicht leicht“, weiß Birkner.

Spielt die
HSG international?

Ob die HSG aufgrund ihres vierten Platzes in der kommenden Serie an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen wird, wird man sehen. Die HBF will sich dieser Tage zusammensetzen und wird sich über diese Thematik beraten. „Ich denke, es wird darüber hinaus auch einen Dialog unter den Vereinen geben, wer überhaupt bereit ist im EC-Pokal zu spielen“, vermutet der HSG-Coach. Auch über eventuelle Aufsteiger in die 1. Liga, die es ja geben soll, muss die HBF beraten. Denkbar ist, dass die Liga um ein oder zwei Teams aufgestockt wird. Es könnte aber auch sein, dass sich Teams aus der Liga abmelden. Die Lizenzen haben aber bisher alle Vereine eingereicht.

Birkner
optimistisch

Gesund, Stand der Dinge, sind bisher alle HSG-Spielerinnen. „Ich stehe mit ihnen zurzeit nicht im täglichen Austausch. Untereinander sind sie da sicherlich mehr am kommunizieren als mit mir. Ich blicke auf jeden Fall nach vorne, bin optimistisch und hoffe, dass die neue Saison pünktlich im September starten wird“, so Birkner.