TuS-Kapitän Jan Sundermann und sein Team schlagen als Aufsteiger bisher eine gute Klinge in der Liga A.

Bad Salzuflen/Lockhausen (ruko). Als Aufsteiger verkauft sich der TuS Lockhausen bisher sehr gut in der Liga. Die Jungs von Stefan Braunschweig stehen auf Platz 9 in der Liga und haben 12 Punkte auf der Habenseite. Sechs Punkte trennen sie vom ersten Abstiegsplatz. Zufrieden so auch Coach Braunschweig, der allerdings noch Luft nach oben in seinem Team sieht, besonders dann, wenn alle Spieler einsatzbereit sind. Braunschweig wird den TuS auch in der kommenden Serie trainieren: „Ja ich bleibe, wenn nichts Unvorhersehbares passiert. Der TuS und ich passen im Moment sehr gut zusammen. Die Jungs und das Umfeld sind mir sehr ans Herz gewachsen“, so der Lockhausener Übungsleiter, der nachfolgend auf die bisherige Saison zurückblickt. 

Lockhausens Coach Stefan Braunschweig ist mit dem bisherigen Verlauf der Saison nicht unzufrieden.

Stefan, wie zufrieden bis du mit dem bisherigen Verlauf der Saison

Braunschweig: Ich denke als Aufsteiger sind wir bis dato hochzufrieden. Mit vier Niederlagen, drei Siegen und ebenfalls drei Unentschieden stehen wir im Mittelfeld der Tabelle, was absolut als Erfolg verbucht werden kann.

Was genau lief in der Mannschaft nicht so, wie du dir das vorgestellt hast. Woran muss gearbeitet werden?

Braunschweig: Das ist eine gute, aber auch schwere Frage. Ich sag mal vorsichtig und ohne den Jungs zu nahe treten zu wollen, dass einige Spieler doch leider zu oft nicht an ihr komplettes Leistungsvermögen herangekommen sind. Wir mussten desweiteren aus verschiedenen Gründen relativ oft die Anfangsformation verändern. So ist es schwierig eine Konstanz in die Truppe zu bekommen. Wir müssen uns einfach dem Tempo der A-Liga anpassen, um weiter Punkte einfahren zu können. 

„Kameradschaft ist ein riesengroßes Plus!“

Womit bist du bisher zufrieden? Auf was lässt sich aufbauen?

Braunschweig: Der Tabellenstand bzw. die Punkteausbeute sind sicherlich im Großen und Ganzen zufriedenstellend. Unsere Kameradschaft ist ein riesengroßes Plus. Wir haben schon mit allen Mitwirkenden einen geilen Haufen beisammen. Auf die Erkenntnis das wir, wenn alle Spieler an Bord sind, die Möglichkeit haben die Gegner, ich sag mal so ab Tabellenplatz 4, vernünftig zu bespielen und auch besiegen zu können, darauf lässt sich sehr gut aufbauen 

 
„Lockhauser Familie mit Erfolg vergrößert!“ 


Wie haben sich die Neuzugänge bisher bei euch integriert?


Braunschweig: Wir, der Sportvorstand, mein Co Trainer und ich haben uns als es feststand, dass wir tatsächlich aufsteigen dazu entschlossen, das Gesicht der Mannschaft nur punktuell zu verändern, damit die Jungs, die den Weg ins Kreisoberhaus geschafft haben, das auch auf dem Platz genießen können. Da ein paar Leute am Höhepunkt der Karriere ein wenig kürzer treten wollten, haben wir dann die Serie mit nur fünf Neuzugängen begonnen. Da unsere Argumente mit einem doch eher katastrophalen Rasen und einem ‚roten Rasen‘ sehr begrenzt sind, haben wir uns aus meinem und Roberts (Robert Sinkovic Co-Trainer) Netzwerk im Bielefelder Raum bedient, wobei Dimmi Giantzos, Febrice Emmunga und Timo Menkhoff, der sich dann leider im ersten Spiel das Kreuzband gerissen hat, sofort zum Stammpersonal gehörten. Saki Chatzivasileiadis kam aus einer einjährigen Verletzungspause, sollte eigentlich langsam herangeführt werden, musste aber aufgrund von Personalproblemen doch viel zu häufig auf den Platz. Mit Christian Müller und René Kagels sind noch zwei alte Bekannte von mir dazugestossen, die uns natürlich sofort weitergeholfen haben. Also kann man schon sagen, dass sich die Lockhauser Familie, was uns sehr wichtig ist, mit Erfolg vergrößert hat.


Welche eurer Spieler haben den größten Sprung in ihrer Entwicklung gemacht?

Braunschweig: Da wäre es jetzt unfair explizit einzelne Spieler zu benennen. Natürlich fällt es dem ein oder anderen leichter sich in der A Liga zu behaupten als andere die Woche für Woche Hochleistungen bringen müssen, um konkurrenzfähig zu sein.

Wie hält sich das Team in der Coronazeit fit?

Braunschweig: Da appelliere ich natürlich an die Verantwortung jedes einzelnen sich nicht völlig „‚gehen“ zu lassen. Vorgaben gibts da aber keine von Seiten des Vereins. Es gibt während der Corona Zeit auch bestimmt wichtigere Dinge für die Jungs als 10 oder 20 Liegestütze via FaceTime zu machen.


Sind Winterneuzugänge bei euch geplant?

Braunschweig: Wir halten Augen und Ohren offen wer uns nochmal verbessern würde. Da aber auch niemand weiß wie und vor allem wann es weitergeht mit dem Amateurfußball ist bei uns nichts geplant. 

Was glaubst du wie und wann diese Saison weitergeführt werden kann?

Braunschweig: Da bin ich komplett der falsche Ansprechpartner. Das ist sicherlich der interessanteste Aspekt. Man kann häufig die wildesten Spekulationen lesen, doch daran möchte ich mich lieber nicht beteiligen und zuletzt die Frage wann? Ich befürchte wir sind noch ein ganzes Stück weit davon entfernt wieder auf den Platz zu kommen. 

Wer holt sich den Meistertitel in dieser Saison in der Liga A?

Braunschweig: Im Falle der Fortsetzung tippe ich auf die ersten drei in der Tabelle, dass die es unter normalen Voraussetzungen untereinander ausmachen. Aber was ist in der heutigen Zeit schon normal!? 

Stefan, wir danken für dieses Gespräch!