Commerzbank setzt positive Entwicklung in Lemgo fort

Ingo Spangenberg, Marktbereichsleiter in Lemgo und Detmold, und Jennifer Bontempi, die zukünftig die Unternehmerkunden in Lemgo und Umgebung betreut.

Wechselbereitschaft so hoch wie nie: 300 neue Kunden hinzugewonnen

Die Commerzbank hat im vergangenen Jahr ihre positive Entwicklung in Lemgo fortsetzen können. Im Privat- und Unternehmerkundensegment stieg das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 14,9 Prozent auf 185,5 Mio. Euro. Insgesamt wurden hier in Lemgo netto gut 300 neue Kunden hinzugewonnen. „Die Bereitschaft zum Wechsel der Bankverbindung ist so hoch wie nie zuvor“, sagte Ingo Spangenberg, Marktbereichsleiter der Commerzbank in Lemgo und Detmold. „Wichtiger Erfolgsfaktor war auch 2019 das kostenlose Girokonto. Dieses werden wir weiterhin anbieten – sehr zum Ärger mancher Wettbewerber.“
Das seit zehn Jahren andauernde Zinstief macht den Kunden indes zu schaffen. „Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben Kunden auch 2019 wieder einen Teil ihres Vermögens verloren. Seit Ende 2010 liegt dieser Wertverlust pro Bundesbürger insgesamt bei 1.638 Euro – auch in Lemgo“, betonte Spangenberg. „Jeder Anleger muss sich überlegen, ob er sein Geld weiter unverzinst auf einem Tages- oder Festgeldkonto belässt – das gilt auch in der derzeitigen Krise.“ Die Experten der Commerzbank erwarten nach einer Rezession im ersten Halbjahr bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Erholung in der Realwirtschaft und damit auch an den Börsen. „Wer sein Geld mittelfristig angelegt und breit gestreut hat, sollte Ruhe bewahren. Panikverkäufe sind das Schlimmste, was man jetzt tun kann”, so Spangenberg weiter. Auch mit einem konservativ ausgerichteten Vermögensmanagement konnten Kunden im vorigen Jahr einen Wertzuwachs von 8,3 Prozent erzielen. Diese Anlageform macht inzwischen einen Anteil von 57 Prozent an unseren Wertpapieranlagen aus.“ Das Wertpapiervolumen stieg per Ende des Jahres um 14,3 Prozent auf 30,2 Mio. Euro.

Immobilienfinanzierungen mit starkem Wachstum

Auf der anderen Seite sorgte das Zinstief für einen deutlichen Zuwachs im Kreditgeschäft. So wurden im Baufinanzierungsbereich 2019 neue Kredite in Höhe von 11,4 Mio. Euro ausgereicht. Das sind 13,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit September 2019 bietet die Commerzbank auch eine „grüne“ Baufinanzierung an, die einen Zinsrabatt für energieeffizientes Bauen gewährt. Das Gesamtkreditvolumen wuchs in der Filiale um 11,8 Prozent auf 82,4 Mio. Euro.

Bankgeschäfte werden immer mehr per Smartphone erledigt

Mit Blick nach vorn machte Spangenberg deutlich, dass die Commerzbank, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert, ihre mobilen Angebote weiter ausbauen wird. „Ende 2019 haben sich bereits 70 Prozent aller digitalen Nutzer über ihr Smartphone eingeloggt, ein Jahr zuvor waren es erst 43 Prozent.“ In Lemgo liegt der Anteil der Kunden, die aktiv Online-Banking nutzen, inzwischen bei 55 Prozent. „Unser Ziel: Bis Ende 2023 sollen alle Produkte auf dem Smartphone abschließbar sein.“ Das heißt aber nicht, dass Kunden auf persönliche Beratung verzichten müssen. „Wir haben jeden Monat bundesweit neun Millionen Kundenbesuche in unseren Filialen. Deshalb werden wir auch künftig in unsere Filialen investieren und mit einem der dichtesten Filialnetze in der Fläche präsent sein.“

Mehr Kredite für Unternehmen

Für den Bereich der Unternehmerkunden mit einer Umsatzgröße von bis zu 15 Mio. Euro Jahresumsatz sagte Jennifer Bontempi, die neben den Unternehmerkunden in Detmold zukünftig auch die Unternehmerkunden im Raum Lemgo und Umgebung betreut: „Mit der Entwicklung hier in Lippe und der Region sind wir sehr zufrieden. Wir konnten neue Marktanteile hinzugewinnen und das Kreditvolumen gegenüber dem Vorjahr weiter steigern.“ Zudem wurde in den Unternehmen weniger Liquidität vorge-halten und mit 25,9 Prozent Zuwachs deutlich mehr in Wertpapieren angelegt. „Die größte Herausforderung für Unternehmen in Lippe besteht weiterhin darin, gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter zu gewinnen, aber auch zu halten“, berichtete Bontempi aus Gesprächen mit ihren Kunden. „Zudem werden wir vermehrt auf die Themen Unternehmensgründung und Nachfolge angesprochen.“

Größte Hürde für Unternehmensgründer ist Bürokratie

„Aus unserer Gründer-Studie wissen wir, dass für 38 Prozent der Unternehmensgründer aus der Region die Bürokratie die größte Hürde ist. Da stehen zahlreiche Behördengänge an. Zwei Drittel der hiesigen Gründer lassen sich von einem Steuerberater unterstützen, ein Viertel von einer Rechtsberatung“, weiß Bontempi. Unterstützung von der Commerzbank gibt es im persönlichen Gespräch und im Gründerportal unter (www.commerzbank.de/gruender). Hier gibt es Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Existenzgründung, interaktive Checklisten und hilfreiche Links zur Realisierung der Geschäftsidee und Hilfe bei administrativen Abläufen wie z.B. Buchhaltung, Lohnabrechnung oder Markenanmeldung.

In 40 Prozent der Unternehmen Nachfolge noch nicht geregelt

„Allein in Nordrhein-Westfalen stehen aktuell 32.300 Unternehmen zur Übergabe an. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass eines der Kinder in die Fußstapfen des Vaters/ der Mutter tritt und das elterliche Geschäft oder die Praxis übernimmt“, erläuterte Bontempi. Demgegenüber stehen potentielle Nachfolger, die gerne ein etabliertes Unternehmen übernehmen möchten. 70 Prozent von ihnen hat noch nicht das geeignete Unternehmen gefunden. „In unserem Nachfolgeportal bringen wir diese beiden zusammen. Zudem bieten wir ein Netzwerk aus Experten der Commerzbank, Steuerkanzleien, Rechtsanwälten und Unternehmensberatern für eine ganzheitliche Beratung für Unternehmer und Nachfolger.“ Denn für denjenigen, der sein Unternehmen verkauft, geht es nicht nur darum, es in professionelle Hände abzugeben, um sein Lebenswerk zu erhalten, sondern auch um eine Absicherung des Lebensabends. „Daher ist es äußerst wichtig, bei einer Übergabe Auswirkungen der Nachfolgeplanung auf die private Vermögensstruktur, die Versorgung des Ehepartners oder mögliche Erbschaftssteuer zu berücksichtigen“, so die Expertin.

Schnelle und unbürokratische Hilfe für Geschädigte der Corona Krise

Arbeitnehmer, Selbstständige und Mittelständler beschäftigt derzeit aber vor allem ein anderes Thema – sie alle fürchten sich vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus. „Wir stehen auch in dieser schwierigen Situation fest an der Seite unserer Kunden“, versichert Spangenberg. Das gilt so-wohl für Privatkunden als auch für Unternehmen: Privatkunden, die zum Beispiel von Kurzarbeit betroffen sind, gewährt die Commerzbank bei Ratenkrediten eine dreimonatige Zahlungspause. Danach verzichtet die Bank auf eine erneute Kreditwürdigkeitsprüfung. Kleinunternehmer und Mittelständler, die aufgrund der Krise Liquiditätsengpässe oder Kreditbedarf haben, werden zu den neu aufgesetzten und ausgeweiteten KfW-Corona-Kreditprogrammen des Bundes beraten.
In Lemgo ist der Selbstbedienungsbereich weiterhin für die Kunden geöffnet, Beratung findet hier telefonisch über die bekannten Durchwahlen statt. Die nächste Filiale, in der persönliche Kundenberatung stattfindet, ist Detmold.