Teilweise nur zu zweit zu stoppen war VfL-Spielertrainer Tim Steffen. Hier führt die Doppelgrätsche von Norman Wehmeier und Akin Dogru zum Erfolg.

Lemgo/Brake (ruko). Nach der 0:3-Niederlage daheim gegen Lüerdissen bleibt der TuS Brake auch nach dem 7. Spieltag in der Liga A ohne einen Punktgewinn und hat zudem ein deprimierend schwaches Torverhältnis von 2:27-Toren vorzuweisen. Ohne Zweifel, der Baum brennt zur Zeit bei den Bräkern lichterloh.


Wehmeier macht Mut


Die Misere beim TuS dürfte einige Gründe haben. Schon seit Wochen kann der neue TuS-Trainer Andreas Ridder, der beim Spiel gegen Lüerdissen von Brakes Sportlichen Leiter Axel Wehmeier vertreten wurde, Ridder weilte im Urlaub, nicht auf sein Stammteam bauen. Fünf bis sechs Spieler fehlen eigentlich immer aus unterschiedlichen Gründen. „Durch die Niederlagenserie ist unser Team natürlich auch stark verunsichert. Zudem fehlt uns nach vorne hin zurzeit die Durchschlagskraft. So haben wir, wenn wir in Rückstand geraten, nur limitierte Möglichkeiten, um zumindest noch zum Ausgleich zu kommen, geschweige können wir eine Partie dann noch drehen“, weiß Axel Wehmeier wo bei seinem Klub der Hase im Pfeffer liegt. Dennoch, Wehmeier schreibt seinen TuS noch lange nicht ab: „Wichtig ist, dass wir jetzt die Ruhe bewahren. Es sollte auch keine Unruhe im Umfeld entstehen, das schadet dem Team. Irgendwann werden wir den Bock schon noch umstoßen. Schließlich haben wir in der vergangenen Serie mit der fast gleichen Mannschaft 35 Punkte geholt und ich denke, so viele braucht man in dieser Saison nicht, um die Klasse zu halten“, macht Wehmeier der Mannschaft und sich Mut.

Als gar nicht mal so schlecht schätzte Wehmeier das Spiel der Bräker gegen den VfL in Hälfte eins ein: „Da haben wir die sicherlich mit mehr Ballbesitz agierenden Lüerdisser noch ganz gut im Griff gehabt, konnten beim VfL Tim Steffen mehr oder weniger aus dem Spiel nehmen. Nach vorne hin ist uns aber viel zu wenig gelungen“. Auch der VfL hatte in den ersten 45 Minuten wenig in der Offensive vorzuweisen: „Zwingende Chancen konnten wir uns nicht dabei herausarbeiten. Das ist überhaupt zurzeit unser Problem, daran gilt es zu arbeiten“, so der verletzte VfL-Spieler Tobias Amler.

In Hälfte zwei hatte der TuS durch Nils Kerkhoff in der 48. Minute seine größte Torchance in diesem Spiel zu verzeichnen, doch VfL-Keeper Luc Brunton zeigte sich auf der Hut. Quasi im Gegenzug fiel das 1:0 für den VfL. Nach einer Ecke war Alex Quast, einer der Kleinsten im VfL-Team, per Kopf erfolgreich. Kenneth Klocke legte gegen nach vorne hin weiter sehr harmlos agierenden Bräker in der 62. Minute nach. Christopher Bailes markierte den 3:0-Endstand (87.).