Dreirad 4.0 – Lemgoer Realschüler bauen Trike mit Elektroantrieb

Von links: Addi Schulze (Schulze Spezialbau), Thomas Mahlmann (zdi-Zentrum Lippe.MINT), Thomas Menking (Realschule Lemgo) freuen sich mit den jungen Konstrukteuren über das gelungene Trike. Foto: zdi-Zentrum Lippe.MINT

Lemgo. Unter Anleitung von Addi Schulze, Erfinder aus Lemgo, haben Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der Realschule Lemgo in der Werkstatt der Schule und in zwei lippischen Unternehmen ein fahrbares Trike gebaut. Angetrieben wird das Fahrzeug durch einen kräftigen Elektromotor, dessen Akkus durch ein Photovoltaikmodul gespeist werden, das auf einem Anhänger mitgeführt wird. Neben dem „Nummernschild RSL“ für Realschule Lemgo haben sich die Schülerinnen und Schüler eine aufwendige LED-Beleuchtung einfallen lassen, die in verschiedenen Farben und Programmen bis auf den Boden leuchtet.
Besonders stolz auf seine Schüler ist Thomas Menking, Techniklehrer an der Realschule Lemgo. „Die Metall- und Elektroarbeiten waren für meine Schüler schon eine besondere Herausforderung, aber das Ergebnis spricht für sich. Mit etwas Übung und einer entsprechenden Beharrlichkeit konnten alle Probleme gelöst werden. Die Arbeit am Trike hat meinem Technikkurs Klasse 9 und auch mir sehr viel Spaß gemacht“, erklärt Menking.
Thomas Mahlmann vom zdi-Zentrum Lippe.MINT teilt dazu mit: „Wir haben das Projekt finanziell und beratend unterstützt. Den Trikebau mit Schulze Spezialbau bieten wir schon seit einigen Jahren für lippische Schulen an. Wichtig für uns ist dabei, dass das Trike nicht nur in der Schulwerkstatt gebaut wird, sondern dass die Schüler/-innen in lippischen Unternehmen zusammen mit Mitarbeitern und Azubis arbeiten. Das ist in diesem Fall mit den Unternehmen Gebr. Brasseler GmbH & Co. KG aus Lemgo und P5 Pulverlackierung e. K. aus Detmold sehr gut umgesetzt worden. Ein Schüler hat sogar direkt aus dem Projekt einen Praktikumsplatz bekommen.“
Das Projekt „Konstruktion und Bau eines Trike“ wurde durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Bundesagentur für Arbeit gefördert.