„Es kann noch viel passieren!“

Lemgo (ruko). Noch sechs Spieltage, dann ist die Saison in der Lemgoer Fußball-Kreisliga A Geschichte. Wer wird Meister, wer muss absteigen? Vorentscheidungen sind in dieser Beziehung, auch wenn Asemissen das Spitzenspiel gegen Barntrup gewinnen konnte, noch nicht gefallen. Große Verunsicherung herrscht zudem im Tabellenkeller. Da gleich drei lippische Teams in der Bezirksliga vom Abstieg bedroht sind, könnte es in dieser Saison mehr als zwei Absteiger geben.


Fokussieren auf die restlichen Spiele. Das Team des TuS Asemissen weiß, dass der Vorsprung auf den RSV Barntrup mit einem Punkt nur hauchdünn.

Wohl keinen Patzer, wenn es noch etwas mit dem Titel werden soll, darf sich der RSV Barntrup erlauben, der am Sonntag den TuS Brake erwartet. Die Bräker würden sicherlich mit einem Punkt aus dieser Partie zufrieden sein. „Uns ist bewusst, dass wir nun jedes Spiel gewinnen müssen, wenn wir am Ball bleiben wollen“, weiß RSV-Kapitän Oliver Sölter. Bis auf Mc Carthy müsste der RSV komplett sein.

Für Asemissens Coach Florian Müller ist das Titelrennen noch lange nicht entschieden. „Schon am Sonntag haben wir das schwere Spiel in Hohenhausen vor der Brust, dann folgen noch die Derbys gegen Oerlinghausen II und Lipperreihe. Da kann noch viel passieren“, so der TuS Coach. „Bentorf/Hohenhausen ist in dieser Saison weit unter Wert geblieben, hatte viel Verletzungspech. Wir werden nach dem Sieg gegen Barntrup mit breiter Brust ins Kalletal reisen, wollen dieses Spiel gewinnen“, so Müller weiter, der wieder auf den entsperrten Dominik Pollakowski bauen kann. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Neubert und Studtrucker. Die SG will zumindest noch einen Platz in der Tabelle gut machen und hat sich vorgenommen dem Titelaspiranten alles abzuverlangen.

Ultimatives Kellerduell
in Kalldorf

Im Tabellenkeller steht das Duell zwischen der SG Kalldorf und dem TSV Schötmar im Fokus. Es gibt zwar kein Neun-Punkte-Spiel, doch einen ähnlichen Stellenwert dürfte diese Partie gerade für Schötmar habe, denn die Punkte aus dem Spiel gegen Lemgo II dürften futsch sein. Aber auch Kalldorf muss dieses Spiel unbedingt gewinnen, um weiter auf den Klassenerhalt hoffen zu dürfen. „Ein Sieg in dieser Partie ist Pflicht“, weiß SG-Coach Stefan Brill, der alle Mann an Deck hat.

Der TBV Lemgo II hat es daheim mit dem TuS Sonneborn zu tun. Mit welchem Kader die Lemgoer antreten werden ist noch nicht klar. „Wir setzen uns unter der Woche zusammen, um zu klären, wer in Zukunft im Team A oder B spielen wird, da ab Mai die Spieler festgespielt sein werden“, so TBV-Trainer Benni Rawe. Fehlen wird ihm auf alle Fälle Tobias Prachnau, der in New York weilt. Beim TuS werden Quast, Niemeier (beide verletzt) und Co-Trainer Thomas Elsner (Urlaub) fehlen.

Bexterhagen:
Schweres Restprogramm

Der TuS Bexterhagen möchte unbedingt beim VfL Lüerdissen punkten, um sich weiter vom Tabellenkeller absetzen zu können. „Wir wissen aber, dass da eine ganz schwere Aufgabe auf uns warten wird. Die Mannschaft muss am Sonntag alles aus sich herausholen. Punkten wäre wichtig, da wir ein schweres Restprogramm haben, unter anderem noch gegen Barntrup und Asemissen ran müssen“, so TuS-Trainer Frank Warbende, der in personeller Hinsicht weniger Sorgen hat. „In personeller Hinsicht gehen wir weiter am Krückstock, gleich fünf bis sechs Spieler werden am Sonntag fehlen. Dennoch, es ist jetzt an der Zeit endlich mal wieder einen Dreier aus einem Heimspiel zu holen. Dafür werden wir alles tun“, so Lüerdissens Sportlicher Leiter Willi Wollbrink.

Vorsprung
aufgebraucht

Endlich die ersten Punkte in diesem Jahr will und muss Kreispokalfinalist TSV Kirchheide holen, der daheim den TuS Leopoldshöhe erwartet. Die Leos wurmt sicherlich noch die hohe 0:5-Niederlage gegen Kalldorf. TuS-Trainer Sebastian Brosch erwartet eine Reaktion von seinem Team, auch wenn ihm nicht alle seine Spieler zur Verfügung stehen werden. Den schönen Vorsprung auf die Abstiegsplätze, den sich der TSV in der Hinrunde erarbeitet hat, ist aufgebraucht. „Jetzt gelten nur noch Siege“, weiß auch TSV-Obmann Gerry Zachert.

Der TSV Oerlinghausen II dürfte wohl mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben, dennoch, der TSV möchte auch beim TuS Ahmsen bestehen. Die Ahmser wollen sich unbedingt für die 1:2-Niederlage in Bexterhagen rehabilitieren, werden auf ihrem Kunstrasenplatz Vollgas geben, will man doch unbedingt Platz drei halten.

Auch der TuS Lipperreihe möchte vielleicht noch auf Platz drei rutschen, ist beim SV Werl-Aspe zu Gast, bei dem ein wenig die Luft raus zu sein scheint. Die Asper haben nach dem miesen Spiel in Oerlinghausen etwas gut zu machen.

25. Spieltag, Sonntag, 5. Mai

VfL Lüerdissen – TuS Bexterhagen
RSV Barntrup – TuS Brake
SG Bentorf/H. – TuS Asemissen
TBV Lemgo II – TuS Sonneborn
SG Kalldorf – TSV Schötmar
TSV Kirchheide – TuS Leopoldshöhe
SV Werl-Aspe – TuS Lipperreihe
TuS Ahmsen – TSV Oerlinghausen II

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