FDP Lemgo besucht MWG

FDP-Fraktionsvorsitzende Barbara Schiek-Hübenthal mit MWG-Schulleiter Markus Herrmuth .

Fraktionsvorsitzende Schiek-Hübenthal: „Ganztagsunterricht auch bei G9, aber flexibler“ –

Lemgo. Erstmals seitdem Markus Herrmuth die Leitung des Marianne-Weber-Gymnasium übernommen hat, besuchte die FDP-Ratsfraktion diese beliebte städtische Schule. Im Mittelpunkt des Interesses stand bei den Liberalen die Rückkehr zur 9 jährigen Schulzeit – auch „G9“ genannt – bis zum Abitur. Rektor Herrmuth konnte die Kommunalpolitiker beruhigen: „die Rückkehr zu „G9“ stellt uns nicht vor unlösbare Probleme“, so der Pädagoge.
Für den Schulbetrieb unerlässlich seien aber weiter die Räumlichkeiten in der Wallschule. Schon jetzt bei G 8 würden allein 12 Lerngruppen in der Wallschule arbeiten.
„Und die Nähe zur Musikschule ist ja auch gerade im Ganztagsbetrieb eine große Chance,” sekundiert FDP-Fraktionschefin Barbara Schiek-Hübenthal.
Froh stimmte die Liberalen auch die klare Aussage Herrmuths, dass der Ganztagsunterricht trotz der Rückkehr zu „G9“ erhalten bleibe, jedoch flexibler und offener gestaltet werden kann, da Schulpflichtfächer sich dann auf eine längere Zeit verteilen.
„Mehr Flexibilität und weniger Schulstunden am Tag ist sicher das, was viele Eltern und Schüler wünschen und auch brauchen,“erklärt Schiek-Hübenthal. Deshalb ist die Weichenstellung der liberalen Schulministerin mit Ihrer Entscheidung zu G 9 auch der richtige Weg.
Sehr zufrieden zeigte sich Herrmuth auch mit dem Zustand des MWG’s nach der energetischen Sanierung sowie mit der technischen Ausstattung des MWG. „Wir haben fast überall WLAN und eine Arbeitsgruppe arbeitet bereits mit modernen Ipads“, freut sich der Schulleiter. „Da kann der Kollege sofort sehen, ob intensiv an den Lernprogrammen gearbeitet oder nur „gedaddelt“ wird, so Herrmuth augenzwinkernd.
Weniger positiv habe sich allerdings die Arbeit für die Lehrer in den letzten Jahren entwickelt. Immer höhere Anforderungen an eine rechtssichere Dokumentation des Schulbetriebes verdrängen Zeit für die Vorbereitung des Unterrichts, Erziehungsaufgaben werden auf die Schulen übertragen und nicht zuletzt die höheren Anforderungen der Inklusion, die mit viel pädagogischem Aufwand integriert werden müssen, belasten die Arbeit der Lehrer.