„Größtes Manko ist unsere Chancenverwertung!“

Oerlinghausen (ruko). Nach etwas holprigen Start in die Serie, die ersten Gegner wie Ahmsen und Lüerdissen waren allerdings auch nicht von Pappe, konnte der TSV Oerlinghausen zwei Siege in Serie einfahren und musste sich im fünften Spiel gegen Bad Salzuflen nur knapp mit 2:3 geschlagen geben. Durchwachsen verlief dann der Rest der bisher gespielten Matches für den TSV. Die Bergstädter rangieren zurzeit mit zehn Punkten auf Platz zehn in der Tabelle. Ganz zufrieden ist TSV-Coach Jan Rüter, der seinen Posten beim TSV II zum Ende der Serie räumen wird, natürlich nicht mit dem bisherigen Abschneiden seiner Jungs, bei denen er gerade die Chancenverwertung bemängelt.

TSV-Trainer Jan Rüter ist mit der spielerischen Entwicklung seine Mannschaft zufrieden, auch wenn er die mangelnde Chancenverwertung in seiner Truppe bemängeln muss.

Jan, wie zufrieden bis du mit dem bisherigen Verlauf der Saison?

Rüter: Leider ist die Saison Punktetechnisch bisher nicht so verlaufen wie wir uns das vorgestellt haben. Bis auf das letzte Spiel gegen Werl-Aspe waren alle Niederlagen knapp und hätten auch gut und gerne mit ein bisschen mehr Spielglück für uns ausgehen können.

Was genau lief in der Mannschaft nicht so, wie du dir das vorgestellt hast. Woran muss gearbeitet werden?

Rüter: Wir hatten in den ersten Wochen mit vielen Verletzungen zu kämpfen, was uns natürlich in der Entwicklung, die wir mit der Mannschaft vorantreiben wollten, zurückgeworfen hat. Unser größtes Manko war aber vor allem die Chancenverwertung. Wir hatten in jedem Spiel mehrere hochkarätige Möglichkeiten und dann ist es leider wie so oft im Fußball gelaufen – wer sie vorne nicht macht, der bekommt sie hinten rein. Am Ende hat uns unsere magere Chancenverwertung zu viele Punkte gekostet.

“Richtigen Weg
eingeschlagen!”

Womit bist du zu bisher zufrieden? Auf was lässt sich aufbauen?

Rüter: Ich bin generell zufrieden mit der spielerischen Entwicklung der Mannschaft. Klar ist, dass uns hier und da der nötige “Punch” in manchen Aktionen fehlte, aber grundsätzlich haben wir auch in dieser Saison gezeigt, dass wir mit jedem Gegner in der Liga mithalten können und ihn vor Probleme stellen können. Ich bin immer noch fest davon überzeugt, dass wir zu den spielerisch besseren Mannschaften in der Liga gehören und wenn man die Entwicklung bei vielen Spielern sieht, unabhängig von Ergebnissen, zeigt das, dass wir da den richten Weg eingeschlagen haben.

Wie haben sich die Neuzugänge bisher bei euch integriert?

Rüter: Menschlich haben sich Gerrit Barthelmeus und Dominik Pollmeier super ins Team eingefügt. Leider hatten beide mit Verletzungen zu kämpfen, sodass sie sportlich leider noch nicht so ins Rollen kommen konnten.

Welche eurer Spieler haben den größten Sprung in ihrer Entwicklung gemacht?

Rüter: Hier möchte ich keinen herausheben. Ich glaube, dass alle sportlich nochmal einen Schritt nach vorne gemacht haben.

Wie hält sich das Team in der Coronazeit fit?

Rüter: Hier habe ich den Jungs keine Vorgaben gemacht. Das wichtigste sollte einfach sein, dass alle gesund bleiben.

Sind Winterneuzugänge bei euch geplant?

Rüter: Nein, es sind momentan keine Neuzugänge geplant.

Was glaubst du wie und wann diese Saison weitergeführt werden kann?

Rüter: Wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich mir unter den aktuellen Umständen eine Weiterführung der Saison nicht vorstellen.

Wer holt sich den Meistertitel in dieser Saison in der Kreisliga A?


Rüter: Wenn die Saison weitergeführt werden kann, dann würde am Ende Asemissen das Pferd sein, auf das ich setzen würde.

Jan, wir danken für dieses Gespräch!