(v.l.n.r.): Alexandra Geese MdEP, Robin Wagener, Katharina Kleine Vennekate, Oliver Drexhage, Tanja Kerstin und Dr. Burkhard Pohl.

Volles Haus beim Grünen Neujahrsempfang: Im Café Vielfalt drehte sich alles um die nahende Kommunalwahl und um die digitale Zukunft. Eingerahmt von mitreißenden Songs des Duo Diaspora gab es mehrere Redebeiträge. Für den Lemgoer Ortsverband eröffneten Tanja Kersting und Oliver Drexhage die Veranstaltung. Nach einem Jahr der Aktionen von Fridays for Future und einem grünen Rekordergebnis von 23% bei der Europawahl stehe Lemgo vor einem spannenden Wahlkampf.
Bürgermeisterkandidatin Dr. Katharina Kleine Vennekate präsentierte sich mit einer engagierten Rede der Öffentlichkeit. Mit ihrer Kandidatur „als erstes weibliches Stadtoberhaupt seit Fürstin Pauline“ will Kleine Vennekate Wirtschaft, Klimaschutz und soziales Miteinander verbinden.

Robin Wagener, Grüner Landratskandidat in Lippe, stellte seine Forderungen für Lippe auf. „Wer Gutes erhalten will, der muss auch
verändern“, so Wagener mit Blick auf den Landesverband und auf die Zukunft der Arbeitswelt. Es gelte Menschen aktiv in den digitalen Arbeitsmarkt zu begleiten, dies sei die Aufgabe der Jobcenter.

Der Lemgoer Fraktionsvorsitzende Dr. Burkhard Pohl verwies in diesem Zusammenhang auf die Projekte am Innovation Campus oder das
Fraunhofer-Reallabor „Lemgo Digital“. Er forderte eine intensive Auseinandersetzung mit den Veränderungen der Digitalisierung auch im Lemgoer Rat.

Alexandra Geese, seit 2019 im Europaparlament, warf einen umfassenden Blick auf Chancen und Gefahren der Digitalisierung. Es gehe dabei nicht um Technik, sondern um den Umgang mit der Technik – deshalb sei es ein Thema für alle. Digitale Prozesse böten etwa auch für den Klimaschutz neue Möglichkeiten z.B. bei der intelligenten Verkehrssteuerung oder der effizienten Wartung von Anlagen.

In der Diskussion meldete sich unter anderem die BUND-Initiative gegen 5G zu Wort. Geese sprach sich für eine offene Diskussion um den Aufbau von 5G-Netzen aus; in der Sache brauche es noch mehr belastbare wissenschaftliche Studien. Wagener sieht darin eine zentrale gesellschaftliche Debatte auch für Lippe – diese Debatte müsse man mit den Bürgerinnen und Bürgern führen, statt über ihre Köpfe hinweg.