Geöffnet ist die Kirmes montags bis donnerstags von 14 bis 22.30 Uhr, freitags und samstags von 14 bis 23 Uhr und sonntags von 11.30 bis 22.30 Uhr.

Paderborn. Zum traditionellen Herbstliborifest lädt die Stadt Paderborn in diesem Jahr von Samstag, 23. Oktober, bis Sonntag, 31. Oktober, ein. Auf der 400 Meter langen Kirmesmeile auf dem Liboriberg bieten 69 Stände ein Erlebnis, das an Zeiten vor Corona erinnert: Die aktuellen Regelungen ermöglichen erstmals seit Beginn der Pandemie ein fast gewöhnliches Kirmestreiben.
Zäune oder Einlasskorntrollen wird es auf dem Liboriberg nicht geben. Nur an den Wochenenden, an denen mit deutlich mehr Besucherinnen und Besuchern zu rechnen ist, gilt für Herbstlibori die 3 G-Regel, um das Risiko für die Besucherinnen und Besucher auch bei kleineren Abständen zu verringern. Impf-, Genesenen- oder negative Testnachweise werden dann stichprobenhaft auf dem gesamten Kirmesgelände kontrolliert. Schüler werden aufgrund der Teilnahme an den Schultestungen getesteten Personen gleichgestellt. Aufgrund der vorhergehenden Herbstferien besteht für Schülerinnen und Schüler am ersten Kirmeswochenende allerdings ebenfalls eine Testpflicht.
Aufgrund der genannten Regelungen wurde die Kirmes im Bereich des Rosentores geringfügig umgestaltet, so dass hier auch am Wochenende keine 3 G-Regel greifen muss. Dies erleichtert vor allem Passanten aus der Südstadt einen ungehinderten Zugang zur Innenstadt. Das sonst dort übliche historische Paderborner Pferdekarussell, das den Durchgang sonst verengt hat, ist in Richtung Westerntor verschoben worden.
Auch wenn keine Maskenpflicht auf dem Kirmesgelände herrscht, empfiehlt die Stadt bei Nichteinhaltung des Mindestabstands das Tragen einer Maske.
„Entgegen vieler Absagen in der Region haben wir mit diesem Herbstliborifest versucht, ein Stück Normalität im Rahmen des Möglichen zu organisieren, um den vielen Kirmesfreunden in Stadt und Kreis nach langer Durststrecke wieder einen Höhepunkt zu bieten“, so Paderborns Stadtmarketingchef Jens Reinhardt, der sich dafür bei allen Beteiligten bedankt.
Herbstlibori geht auf das Jahr 1627 zurück. Es soll an die Rückgabe der vom Braunschweiger Herzog Christian (genannt „Der tolle Christian“) geraubten Reliquien des Heiligen Liborius, Stadt- und Bistumspatron von Paderborn, erinnern. Am 31. Oktober des Jahres wurden die Reliquien des Schutzpatrons nach fünfjähriger Irrfahrt feierlich in den Dom zurückgeführt. 1622 hatte Christian von Braunschweig im Dreißigjährigen Krieg die Bischofsstadt überfallen, den Domschatz geplündert und den Reliquienschrein geraubt.