Hermann wird „Nationales Projekt des Städtebaus“

default

Bund gibt 3,28 Millionen Euro –

Detmold. Die Projektskizze zum Hermannsdenkmal, die gemeinsam von der Stadt Detmold und dem Landesverband Lippe im letzten Herbst auf den Weg gebracht wurde, hat die Jury beim Bundesbauministerium überzeugt. Kürzlich kam die frohe Kunde aus Berlin: Das Projekt wird mit 3,28 Millionen Euro vom Bund gefördert.
Nach der Erlebniswelt und dem Erlebnispark Hermannsdenkmal erhält damit auch der dritte und letzte Abschnitt eine Förderung. Insgesamt wird dank der großartigen Unterstützung von Bund und Land das Denkmal, das bereits heute jährlich mehr als 500.000 Besucher anzieht, noch attraktiver. Bei einer vom Kreis Lippe maßgeblich und federführend vorangetrieben Studie – dem Masterplan Hermannsdenkmal aus dem Jahre 2017 – wurde deutlich, dass das Denkmalareal mit seiner Grundstruktur aus dem Einweihungsjahr 1875 nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Infrastruktur entspricht. Das Projekt will deshalb das Areal attraktiver, zugänglicher und noch bedeutungsvoller machen.
Es sind einige Arbeiten vorgesehen, durch die sich die Besucherinnen und Besucher am Denkmal noch wohler fühlen sollen. Beim Landesverband Lippe und der Stadt Detmold ist die Freude groß, dass die Pläne für den Hermann die Jury überzeugen konnten. Bürgermeister Frank Hilker stellt insbesondere die Aufenthaltsqualität für junge Leute in den Mittelpunkt seiner Überlegungen: „Durch neuartige AR & VR Anwendungen wird der Familienausflug zum Hermannsdenkmal auch für die junge Generation zu einem Highlight! Das wirkt sich positiv auf die Wahrnehmung von Detmold in der ganzen Region und darüber hinaus aus“, führt er aus.
Die Gesamtinvestitionen von etwa 5 Millionen Euro wird mit 66 % vom Bund gefördert. Die größte Einzelinvestition ist dabei für den Bereich des Abbaus von baulichen Barrieren vorgesehen: „Wir gehen davon aus, dass künftig Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer und auch Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren die Wege am Hermannsdenkmal mit Genuss nutzen können. Auch an Sehbehinderte wird gedacht, so sind taktile Orientierungshilfen und Tastmodelle ebenfalls vorgesehen. Wenn uns die konkreten Bedingungen und Vorgaben aus Berlin vorliegen, werden wir die Ärmel hochkrempeln und alle Details der Baumaßnahmen und der Finanzierung ausarbeiten!“ stellen Hilker und Düning-Gast gemeinsam fest.