HL A-Jugend: Spiel gedreht – In Hamburg zu Gast

Jonas Weiß traf viermal im Spiel gegen Altenhagen.

Lemgo. Drittes Spiel, zweiter Sieg: Mit dem 33:30-Erfolg im Derby gegen die TSG Altenhagen/Heepen konnte die A-Jugend von Handball Lemgo auch ihr zweites Heimspiel gewinnen. Dabei drehten die Gastgeber die Partie, zur Pause lag man noch mit 16:18 im Hintertreffen. „Die letzten zehn Minuten waren sehr stark, da haben wir dann endlich gute Mittel gefunden und letztlich verdient gewonnen, auch wenn wir sehr viele Fehler gemacht haben“, so Lemgos Trainer Maik Schulze nach der Partie.

„Es war das erwartet schwierige Derby“, so Schulze, der kurz vor Spiel noch den krankheitsbedingten Ausfall von Ralfs Geislers hinnehmen musste. Lemgo und Altenhagen duellierten sich zunächst auf Augenhöhe, das Spiel war zudem geprägt von vielen Ballverlusten und Fehlpässen auf beiden Seiten. „Wir haben sehr schlecht in der Abwehr gestanden und hatten einfach keinen Zugriff.“ So konnten sich die Jungs der TSG immer wieder im Eins-gegen-Eins durchsetzen und sich etwas absetzen.

„Bei uns hat in der ersten Halbzeit die Einstellung nicht gestimmt“, fand Schulze in der Kabine wohl die richtigen Worte. Denn mit Beginn der zweiten 30 Minuten zeigten sich die Gastgeber spielfreudiger. „Wir sind besser ins Spiel gekommen und haben uns wieder an Altenhagen herangerobbt.“ Lemgo konnte in der 43. Minute durch Hollstein zum 22:22 ausgleichen. Mit einem 6:3-Lauf legten die Hausherren dann den Grundstein für den zweiten Saisonsieg.

„Wir haben die richtige Konstellation im Innenblock gefunden, konnten auch ein bisschen offensiver zu agieren und dann fielen auch einfache Tore, sodass wir ausgleichen konnten und wieder im Spiel waren“, so Maik Schulze. „Nun gilt es, den Kopf oben zu behalten, gegen den HSV Hamburg am kommenden Wochenende wird das eine ganz andere Nummer, da wartet ein richtiges Brett auf uns“, blickt Maik Schulze schon auf das Spiel beim HSV voraus.

„Technische Fehlerquote
war zu hoch!“

Nach schwer erkämpften Sieg am Wochenende gegen Bielefeld wartet mit HSV ein ganz anderes Kaliber. Die Hamburger verfügen über einen starken Innenblock und pfeilschnelle Außen. Schulze erwartet eine Leistungssteigerung seines Teams und fordert mehr Siegeswille. „Unsere technische Fehlerquote im vergangenen Spiel ging weit über dem, was wir uns vorgestellt haben. Daran müssen wir unter der Woche arbeiten. Auch unsere Ausfälle müssen wir kompensieren, dafür ist breiter Kader da. Wenn wir in Hamburg etwas Zählbares mitnehmen wollen, müssen wir wieder zu unseren Stärken finden, heißt Tempohandball aus einer guten Abwehr heraus spielen“, fordert der Lemgoer Trainer. Hinter dem Einsatz von Geislers steht ein Fragezeichen. Apel fällt weiterhin aus. Bastian Jürgens wird aufgrund von anhaltenden Knieproblemen mit dem Handball aufhören. „Wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft und Danken für seinen Einsatz im Team“, so Schulze.
 

Handball Lemgo: Wilms, Nikel, Goldbecker; Schulte 3, Hollstein 6/3, Hübner 2, Ullmann, Fegebank 3, Harnisch 3, Fulda 4, Poeppelmeier 1, Tesi 5, Steffen 2, Weiß 4.