„Hofjagd – Privileg und Spektakel“

Die Sponderausstellung „Hofjagd – Privileg und Spektakel“ kann noch bis zum 27. Februar 2022 besucht werden.

Aufgrund der regen Nachfrage und des großen Erfolges am vergangenen Wochenende wird das Jagd- und Schießkino Extertal auch weiterhin an ausgewählten Tagen im Rahmen der Sonderausstellung zu Gast im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake sein. Unter Anleitung von Fachpersonal können Jung und Alt gegen Entgelt virtuell ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Eine vorherige Anmeldung für einen persönlichen Termin im Oktober oder November ist erforderlich bei Ulrich Kindsgrab unter Tel. 05262/9933410. Info unter schiesskino.

Lemgo. Die Hofjagd hat eine faszinierende Geschichte von 2.500 Jahren und stellte ein ge-sellschaftliches Großereignis dar. Warum, in welchem Rahmen und wie wurde an den Fürstenhöfen der Neuzeit gejagt? Wer durfte damals überhaupt jagen? Welche Rolle spielte die Hofjagd in Lippe? Und wie haben Künstler wie Lucas Cranach d.Ä., Wolfgang Birkner, Hans Steiner und Joos de Momper das höfische Waidwerk im Bild festgehalten?
Fragen wie diese nimmt die neue Sonderausstellung „Hofjagd – Privileg und Spektakel“ im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo unter die Lupe. „Wir präsentieren die unterschiedlichen Formen der Hohen Jagd, die französische Parforcejagd und die deutsche Eingestellte Jagd. Ferner die Eber- und die Beizjagd. Die historische Jagd auf Wölfe spielt ebenfalls eine Rolle“, sagt PD Dr. Heiner Borggrefe, der Kurator der Sonderausstellung.
Zu sehen sind Bilder der Jagd in Malerei und Graphik sowie zahlreiche originale Jagdwaffen aus einer vergangenen Zeit, als noch vom Pferd mit Jagddegen, Jagdschwert und Saufeder gejagt und Vögel mit dem sogenannten Vogelschnäpper und der Leimrute erlegt beziehungsweise gefangen wurden. Seltene Objekte wie ein Jagdhorn von 1500 oder schwere, mit Dornen besetzte Schutzhalsbänder für Hunde gegen den tödlichen Kehlenbiss der Wölfe runden die Ausstellung ab.
Freuen kann man sich außerdem auf verschiedene Tierfelle, die das Gerbereimuseum Enger zur Verfügung gestellt hat. Die Besucherinnen und Besucher können im wahrsten Sinne des Wortes begreifen, wie sich ein Wildschwein, ein Braunbär, eine Wildkatze oder ein Otter anfühlen.
Verschiedene Medienstation laden zum Mitmachen ein. Per Knopfdruck kann man unterschiedliche Jagdhornsignale und Tierstimmen anhören und auch dank entsprechender Hintergrundmusik in die Welt des Waldes eintauchen.
Passend zur Ausstellung sind mitreißende Konzerte, spannende Kindertheaterstücke und bebilderte Vorträge geplant. Für Kindergärten und Schulklassen gibt es spezielle museums-pädagogische Angebote zum Mitmachen. Die Mädchen und Jungen gehen je nach Altersklasse auf Ratten- bzw. Mörderjagd. Zur Ausstellung erscheint auch eine reichhaltig bebilderte Publikation mit anregenden Beiträgen zum Thema. Informationen auch unter museum-schloss.

Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes beim Schießtraining. Ulrich Kindsgrab vom Treffpunkt Jagd- und Schießkino Extertal zeigt, worauf es ankommt.

Aufgrund der regen Nachfrage und des großen Erfolges am vergangenen Wochenende wird das Jagd- und Schießkino Extertal auch weiterhin an ausgewählten Tagen im Rahmen der Sonderausstellung zu Gast im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake sein. Unter Anleitung von Fachpersonal können Jung und Alt gegen Entgelt virtuell ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Eine vorherige Anmeldung für einen persönlichen Termin im Oktober oder November ist erforderlich bei Ulrich Kindsgrab unter Tel. 05262/9933410. Info unter schiesskino.