HSG erhält Wildcard für EHF European League

„Das hat sich die Mannschaft ganz einfach verdient!“

Blomberg. Nun herrscht endlich Sicherheit: Die HSG Blomberg-Lippe wird auch in der kommenden Saison erneut in der EHF European League Women starten. Wie bereits im Vorjahr wurde der lippische Handball-Bundesligist mit einer Wildcard für die starken Leistungen in der Liga belohnt und darf sich nun auf die internationale Bühne freuen.

Bei HSG-Coach Steffen Birkner ist die Freude groß, dass seine Mannschaft in dieser Spielzeit erneut im internationalen Geschäft vertreten ist.

Insgesamt fünf deutsche Mannschaften werden die Handball Bundesliga Frauen in der Saison 2021/22 in Europa vertreten. Während Meister Dortmund erneut in der Champions League starten wird, werden mit dem Thüringer HC, den TusSies aus Metzingen, der SG BBM Bietigheim und dem Team aus der Nelkenstadt gleich vier deutsche Mannschaften in der EHF European League spielen. Dies teilte die europäische Handballföderation am Montag auf ihrer Webseite mit. Während die ehemalige Blombergerin Xenia Smits mit ihrem aktuellen Team, der SG BBM Bietigheim, erst in der dritten Qualifikationsrunde im November einsteigt, müssen Metzingen, der THC sowie die HSG Blomberg-Lippe bereits im Oktober in der 2. Qualifikationsrunde ran. Das Hinspiel wird am Wochenende des 16. und 17. Oktober ausgetragen, das Rückspiel eine Woche später am 23. oder 24. Oktober. Wie im Jahr zuvor wird die 1. Qualifikationsrunde nicht stattfinden.

Innerdeutsches Duell droht

Erneut könnte der HSG Blomberg-Lippe dabei in der 2. Quali-Runde ein innerdeutsches Duell drohen. Bereits im letzten Jahr traf die Mannschaft von HSG-Trainer Steffen Birkner in der 3. Qualifikationsrunde auf Ligakonkurrent Thüringer HC. Neben Metzingen und dem THC könnte der mögliche HSG-Gegner jedoch auch Sola HK (Norwegen), MKS Zaglebie Lubin (Polen), Super Amara Bera Bera (Spanien), H65 Höörs HK (Schweden), Yalikavaksports Club (Türkei), DHK Banik Most (Tschechien), Hypo Niederösterreich (Österreich), ZRK Bjelovar (Kroatien) oder ZORK Jagodina (Serbien) heißen. Die Auslosung der 2. und 3. Qualifikationsrunde wird am 20. Juli um 11 Uhr in der EHF-Zentrale in Wien erfolgen (live auf YouTube).

„Nehmen das Los so, wie es kommt!“

„Das hat sich die Mannschaft ganz einfach verdient!“, betont Birkner. „Es ist großartig, dass wir uns erneut international messen dürfen und meine Spielerinnen die Möglichkeit bekommen, weitere Erfahrungen auf diesem Niveau zu sammeln. Solche Spiele sind wertvoll, um in der Entwicklung einen weiteren Schritt zu gehen“, strebt Birkner auch auf internationaler Bühne den maximalen Erfolg an. Gebannt werden sein Team und er nächsten Dienstag die Auslosung verfolgen. Einen Wunschgegner hat der HSG-Trainer jedoch nicht: „Wir nehmen das Los so, wie es kommt. Wenn ich die Wahl hätte, wäre ich natürlich glücklich nicht erneut auf einen deutschen Gegner zu treffen“, so Birkner.

„Wir sind stolz die Region und die Handball Bundesliga Frauen auch in der kommenden Saison in Europa vertreten zu dürfen. Die Spiele auf internationalem Parkett sind für alle Beteiligten etwas ganz Besonderes“, freut sich auch HSG-Geschäftsführer Torben Kietsch über die positive Nachricht aus der EHF-Zentrale.

Bereits für die 3. Qualifikationsrunde gesetzt sind neben der SG BBM Bietigheim, welche der Startplatz in der Champions League in diesem Jahr verwehrt blieb, auch Vorjahressieger Nantes Atlantique Handball, welcher in “Les Neptunes de Nantes” umbenannt wurde sowie zehn weitere Teams. Bereits für die Gruppenphase gesetzt sind M. Mosonmagyarovari KC aus Ungarn, Viborg HK aus Dänemark, CS Minaur Baia Mare aus Rumänien und Lada aus Russland.