Blomberg. Eine wahre Herkulesaufgabe steht der HSG Blomberg-Lippe am morgigen Dienstag bevor. Ab 19:30 Uhr trifft der lippische Handball-Bundesligist in der Sporthalle Wellinghofen auf Meisterschaftsfavorit Borussia Dortmund. Das Nachholspiel des 10. Spieltags wird im Livestream auf Handball-Deutschland.TV zu sehen sein.

Möchte den BVB mit ihren Toren ärgern: Marie Michalczik. Foto: Matthias Wieking

Erster gegen Dritten. Trotzdem sind beim Duell der HSG Blomberg-Lippe gegen Borussia Dortmund die Rollen im Vorfeld klar verteilt. 21-mal haben sich in dieser Saison bereits die Vereine der Handball Bundesliga Frauen daran versucht Borussia Dortmund einen Punkt abzuknüpfen, 21-mal sind sie gescheitert. Ungeschlagen grüßt der deutsche Champions League-Teilnehmer daher einsam mit 42:0-Punkten von der Tabellenspitze und steuert gradewegs auf den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte zu. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den “ärgsten” Verfolger, die SG BBM Bietigheim. Nachlassen möchte BVB-Trainer André Fuhr jedoch auf keinen Fall: „Natürlich wollen wir Meister werden, aber wir sind noch nicht am Ziel. Wir werden unseren Weg weiter gehen und weiter in jedem Spiel kämpfen!“, so Fuhr vor dem Spiel gegen seinen ehemaligen Verein.

Ein Duell mit der HSG gab es in dieser Saison bislang noch nicht. Ursprünglich war die Begegnung für den 18. November angesetzt, dann für den 10. März – nun findet sie bereits am Dienstag, den 9. März statt. Grund für die Verlegung ist, dass das Champions League-Spiel der Dortmunderinnen am vergangenen Samstag gegen Metz nicht wie geplant stattfinden konnte und dem BVB-Team somit in der kommenden Woche zusätzlich zum Ligaspiel gegen die HSG ein Doppelspieltag in der Champions League bevorsteht. Dem Wunsch der Dortmunder, durch eine Spielvorverlegung etwas Luft im dicht gedrängten Terminkalender der Borussinnen zu schaffen, kam die HSG partnerschaftlich entgegen.

Einen klaren Favoriten macht zwar auch HSG-Trainer Steffen Birkner vor dem Spiel gegen Dortmund aus, möchte den Borussinnen am Dienstagabend jedoch das Leben schwer machen: „Die Rollen sind klar verteilt. Wir wollen uns trotzdem teuer verkaufen. Dazu wird es wichtig sein, dass wir so wenig Fehler wie möglich produzieren, um nicht ins offene Messer zu laufen und in die Kontermaschine des BVBs zu geraten. Selbst wollen wir über 60 Minuten einen großen Kampf liefern, so lange wie möglich dranbleiben und den BVB bestmöglich ärgern. Wir freuen uns auf den Vergleich mit einem Champions League-Teilnehmer“, so Birkner.

Geleitet wird die Begegnung am Dienstag vom Schiedsrichtergespann Stefan Schneider und Colin Hartmann. Nur vier Tage später wartet auf die HSG ein weiteres Spiel. Zu Gast in der Halle an der Ulmenallee sind am Samstag dann die Handballelfen des TSV Bayer 04 Leverkusen (Anwurf: 16:30 Uhr, live auf www.LZ.de/hsg).