HSG verstärkt sich mit Champions League-erfahrener Schwedin

25-Jährige Linnea Pettersson unterschreibt Zwei-Jahres-Vertrag

Blomberg. Nachdem die HSG Blomberg-Lippe am vergangenen Samstag erfolgreich in die Rückrunde der Handball Bundesliga Frauen gestartet ist, gibt es nun auch einen Transfer-Coup für die kommende Spielzeit zu vermelden. Linnea Pettersson (25) wird den lippischen Handball-Bundesligisten ab dem Sommer im linken Rückraum verstärken. Die Schwedin, welche zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft zählt, kommt vom IK Sävehof und erhält in Blomberg einen Zwei-Jahres-Vertrag bis zum 30.06.2023, welcher die Option auf ein drittes Jahr beinhaltet.

Linnea Pettersson ist der erste HSG-Neuzugang für die Saison 2021/22.

2014 gab Pettersson beim schwedischen Erstligisten Sävehof ihr Profi-Debüt, ist dort mittlerweile unangefochtene Stammspielerin und führt ihr Team seit fünf Jahren als Kapitänin auf das Feld. Mit ihrem aktuellen Verein sammelte die 1,81m-große Rechtshänderin bereits viel internationale Erfahrung, kann u.a. auf 23 Champions League-Einsätze sowie 11 Auftritte in der EHF European League zurückblicken. Nun wagt die Rückraum-Linke im Alter von 25 Jahren erstmals den Schritt ins Ausland und freut sich bereits auf die bevorstehende neue Aufgabe: „Ich habe die Spiele der HSG in dieser Saison aufmerksam verfolgt. Das aktuelle Team spielt einen sehr schnellen Handball und stellt eine aggressive Abwehr. Dieser Spielstil gefällt mir sehr gut und ich bin überzeugt, dass ich meine Qualitäten und meine Erfahrung in Blomberg gut mit einbringen kann. Deshalb freue ich mich schon jetzt auf das Abenteuer in Deutschland und darauf, ab dem Sommer Teil der HSG sein zu dürfen“, so Pettersson, welche in der vergangenen Saison zur besten Abwehrspielerin ihrer Liga gewählt wurde.

Birkner glücklich

In freudiger Erwartung ist auch HSG-Trainer Steffen Birkner: „Ich bin glücklich, dass wir diesen Transfer realisieren konnten und bin mir sicher, dass sich das Blomberger Publikum schon jetzt auf eine weitere tolle Spielerin in unseren Reihen freuen darf. Linnea ist eine ausgezeichnete Abwehrspielerin und wird uns auch im Angriff noch größere Flexibilität verleihen. Sie verteidigt sehr intelligent, verstrickt sich wenig in unnötige Zweikämpfe, sondern liest stattdessen Angriff und Gegner. Wir erhoffen uns, dass sie mit ihrer internationalen Erfahrung nicht nur die Spielqualität, sondern auch die Trainingsqualität noch einmal weiter verbessert“, gibt Birkner seine Einschätzung zur neuen Spielerin ab. Auch menschlich passt die gebürtig aus Kiruna, im Norden Schwedens, stammende Rückraum-Akteurin laut Birkner bestens in die Mannschaft: „Ich habe Linnea bislang als sehr bodenständige und fleißige Person kennengelernt. Sie ist bereits dabei Deutsch zu lernen und wird sich hier schnell in unser Team einfügen“, ist sich der HSG-Trainer sicher.

Um die Dienste der Schwedin buhlt der lippische Handball-Bundesligist dabei schon etwas länger. „Wir sind bereits seit dem Frühjahr 2020 dabei uns intensiver mit Linnea zu beschäftigen und schätzen uns sehr glücklich, dass wir die Verhandlungen nun konstruktiv zum Abschluss bringen konnten“, berichtet HSG-Geschäftsführer Torben Kietsch. „Die Gespräche mit Linnea waren vom Start weg sehr sympathisch. Sie zeigt sich als sehr offen, wissbegierig und ambitioniert. In ihrem aktuellen Team ist sie seit Jahren eine absolute Leaderin. Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass der Wechsel nach Blomberg für beide Seiten eine sehr gute Entscheidung sein kann“, gibt Kietsch Einblicke in die Vertragsgespräche. „Der Transfer ist darüber hinaus ein tolles Zeichen an unsere Sponsoren und Fans dafür, dass wir uns auch in Zukunft gerne weiter in der aktuellen Tabellenregion tummeln wollen. Linnea wird uns sowohl in der Kaderbreite als auch in der -qualität einen weiteren Schritt nach vorne bringen“, so der Geschäftsführer des aktuellen Tabellenvierten.

Pettersson wird dabei ab dem Sommer für ein Novum im Kader der HSG sorgen, ist sie doch die erste Schwedin in der Bundesliga-Historie der HSG Blomberg-Lippe. Mit ihrem aktuellen Verein steht sie derzeit auf dem dritten Tabellenrang und möchte bis zum Saisonende alles daranlegen, sich mit dem bestmöglichen Ergebnis aus Sävehof zu verabschieden.