Intelligente Ampeln für Paderborn

Die Daten werden anonym erhoben und nur als Wärmebilder ausgegeben.

Erste Testmessungen –

Im Digitalisierungsprojekt „Schloßkreuzung“ geht es weiter voran. Das innovative Projekt der Stadt Paderborn soll Stau, Lärm und Schadstoffe durch eine intelligente Ampelschaltung vermeiden. Nun werden die ersten Testmessungen durchgeführt.

Am Dienstag wurde die erste Hybridkamera an dem Radweg zwischen den Straßen Am Bahneinschnitt und Am Hilligenbusch installiert. Der Radweg wurde ausgewählt, weil er so gut genutzt wird, dass eine zuverlässige Kalibrierung der Kameras für den späteren Einsatz an der Schloßkreuzung möglich ist.

Um die Ampelschaltung der jeweils aktuellen Verkehrssituation anpassen zu können, benötigt die Stadt Paderborn zuverlässig erhobene Daten. Hierbei wird sie durch die Firma RTB unterstützt. Mit einer eigens entwickelten Hybridkamera verfolgt RTB das Ziel Fußgänger und Radfahrer zuverlässig zu erkennen und festzustellen in welche Richtung sie sich bewegen. Die Hybridkamera nimmt die Verkehrsteilnehmer ähnlich wie eine Wärmebildkamera auf. Auf den Aufnahmen sind die Verkehrsteilnehmer so unkenntlich, dass persönliche Merkmale werden nicht erfasst werden. Es wird mit einem optischen und einem Radarsensor gearbeitet, um auch bei schlechten Wetterverhältnissen eine korrekte Zählung sicherstellen zu können. Mit Hilfe eines neuronalen Netzes soll eine Auswertung der Daten erfolgen.

Das Pilotprojekt „Schloßkreuzung“ wird im Rahmen der Digitalen Modellregion OWL mit 1,7 Millionen Euro vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Kooperationspartner in dem Projekt sind die Universität Paderborn, Stührenberg und RTB.

Weitere Informationen gibt es auf digitale-heimat-pb.de.