Gemeinsam für die Nachhaltigkeit

Stolz präsentieren die Projektinitiatoren Mark Bergmann (li.) und Reinhard Sasse (re.) mit den Schülern Luis, Maurice, Luca und Jannis ihre Werke.

Jacobischule Kalletal und Eben Ezer arbeiten an einem gemeinsamen Projekt –

Kalletal. Lehrer Reinhard Sasse hat mit den Schülern aus seinem Öko-Kurs aus dem 9. Jahrgang ein spannendes Projekt mit einem renommierten Kooperationspartner ins Leben gerufen:
Gemeinsam mit dem Erlebnispädagogen Mark Bergmann und einigen Jugendlichen aus Eben-Ezer bauten die Schüler 50 Nisthilfen für Vögel und Insekten. Die Jugendlichen mit und ohne Behinderung schliffen, schraubten und bohrten gemeinsam in den Werkstätten der Stiftung in Lemgo. In den Technikräumen der Jacobischule wurden die Nisthilfen dann schließlich zusammengebaut. Das Projekt fand einen derart großen Anklang, dass noch weitere Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 und 6 teilnahmen. Teilweise opferten die Schüler bereitwillig ihre „freie“ Zeit an einem Studientag dafür, dass die Nistkästen noch fertig gestellt werden konnten. „Nisthilfen werden immer gebraucht. Wir helfen damit den Vögeln damit, zusätzliche Brutstellen zu finden“, informiert Lehrer Reinhard Sasse, der sich mit zahlreichen ökologisch ausgerichteten Projekten dafür mitverantwortlich zeichnete, dass die Jacobischule vom Land NRW für ihre nachhaltige Bildung als „Schule der Zukunft“ zertifiziert ist.
Die eine Hälfte der Nisthilfen erhält die Stiftung. “Wir wollen die Vögel und ihr Nistverhalten genau beobachten”, erklärt Mark Bergmann. Dadurch lernten die Einwohner viel über die Nachhaltigkeit ihrer Arbeit. Die übrigen Nisthilfen sollen laut Reinhard Sasse entweder auf dem Schulgelände aufgehängt oder über die Schule verkauft werden, zum Beispiel auf dem AWO-Frühlingsmarkt in Hohenhausen im April gemeinsam mit weiteren Schulprodukten wie beispielsweise dem schuleigenen Saft.
„Das gemeinsame Projekt stellt allerdings erst den Startschuss der Kooperation dar“, darin waren sich Reinhard Sasse und Mark Bergmann einig. Zukünftig soll die Partnerschaft ausgebaut werden. Denkbar ist laut den beiden Projektleitern beispielsweise die Herstellung von Insektenhotels.