Kehrmann erwartet schwere Aufgabe


Lemgo. Der TBV Lemgo Lippe empfängt am Sonntag, den 24. Februar, den SC DHfK Leipzig zum nächsten Heimspiel. Nachdem sich die beiden Mannschaften im Hinspiel mit einem 22:22-Unentschieden trennten, möchte der TBV das Spielfeld dieses Mal als Sieger verlassen. Anpfiff ist 16 Uhr in der Phoenix Contact-Arena.


Donát Bartók sah schon nach sieben Minuten im Spiel gegen Stuttgart, nach einem Foul an Dominik Weiß, die Rote Karte. Am Sonntag will er dann aber wieder Vollgas im Spiel gegen Leipzig geben.


Bei den Gästen aus Leipzig läuft diese Saison bisher alles andere als optimal. In der vergangenen Spielzeit waren sie den Lemgoern noch einen Schritt voraus und belegten am Ende der Spielzeit Platz acht. Aktuell muss man in der Tabelle deutlich weiter nach unten schauen. So belegt der SC DHfK mit 12:30 Punkten den 15. Tabellenplatz und hat damit nur sechs Punkte Abstand zu einem Abstiegsplatz. Trotzdem sollten die Leipziger nicht unterschätzt werden. So gingen die Partien vor heimischem Publikum gegen den Deutschen Meister und bisher ungeschlagenen Tabellenführer Flensburg, Rekordmeister Kiel oder das Derby gegen Magdeburg jeweils nur mit einem Tor verloren. Gegen die Rhein-Neckar Löwen konnte sogar ein Punkt aus der SAP Arena entführt werden. Auswärts konnten die Sachsen lange Zeit nicht doppelt punkten und mussten bis zum 20. Spieltag warten, bis der erste Auswärtssieg gegen Bietigheim gelang. Leipzigs Cheftrainer André Haber muss am Sonntag wahrscheinlich gleich auf vier seiner Akteure verzichten. Neben Jens Vortmann (Kreuzbandriss), Raul Santos (Außenmeniskus) und Gregor Remke (Knorpelschaden), die definitiv fehlen, steht hinter dem Einsatz von Niclas Pieczkowski, der zurzeit mit einem Infekt kämpft, ein Fragezeichen.


Die Lipper hatten die vergangenen zehn Tage spielfrei und genug Zeit, um sich intensiv auf Leipzig vorzubereiten. TBV-Trainer Florian Kehrmann weiß: „Für uns geht es darum, wieder eine sehr gute Leistung zu bringen und die Leipziger nicht in ihr Spiel kommen zu lassen. Wir werden zu Hause versuchen, an das Spiel gegen die Füchse Berlin anzuknüpfen. Leipzig steht zwar in der Tabelle beachtlich weit unten, trotzdem verfügen sie über ein sehr gefestigtes Spielsystem und konnten Anfang Februar Bietigheim deutlich schlagen. Sie stehen sicherlich sehr unter Druck punkten zu müssen, um sich die drei unteren Teams weiter vom Leib zu halten.“ Gleichzeitig weiß Kehrmann, dass auch das Publikum ein entschei-dender Faktor sein kann: „Ich hoffe, dass wir eine ähnlich gut besuchte Halle wie gegen die Füchse haben, wo uns die Fans zum Sieg gepusht haben. Genau das brauchen wir auch gegen Leipzig, gegen die ich ein emotionales Spiel erwarte.“ Auch in dieser Woche musste Kehrmann weiterhin auf Jari Lemke und Andrej Kogut verzichten. Ein Einsatz der beiden angeschlagenen Kreisläufer Christoph Theuerkauf und Christian Klimek käme am Wochenende ebenfalls noch zu früh, daher wird Kehrmann wieder auf Spieler vom Team HandbALL zurückgreifen.
Das Spiel wird von den Brüdern Christian und Fabian vom Dorff geleitet, die Spielaufsicht hat Wolfgang Jamelle. Die Partie wird live auf Sky Sport 6 HD übertragen.

Für die Partie gegen Leipzig sind bereits mehr als 4.000 Tickets verkauft, im Unterrang gibt es nur noch wenige zusammenhängende Sitzplätze. Stehplätze sind noch ausreichend verfügbar. Tickets gibt es in allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Online-Ticketshop. Die TBV-Geschäftsstelle hat am Samstag, den 23. Februar, von 9.00 bis 13.00 Uhr geöffnet. Die Tageskasse öffnet am Sonntag um 14.30 Uhr.