Kunstradfahrerinnen des RC für die Weltcupserie qualifiziert

Erwartungen übertroffen!

Von links: Janine Puls und Sarah von Querfurth bei der doppelten Stützgrätsche. Foto: Simon Puls

Lemgo-Lieme. Es bedurfte viel Glück, das Janine Puls und Sarah von Querfurth vor zwei Jahren zu Sportpartnerinnen werden ließ: Beide fuhren ursprünglich für andere Vereine, kannten sich aber schon von Kindestagen an aus dem Landeskader NRW, dem sie als 1er Fahrerinnen lange Zeit angehörten. Von Querfurth zog für ihr Studium nach Bielefeld und wechselte zum Liemer RC, weil ihr Heimatverein nun zu weit entfernt war, um dort zu trainieren. Der größte Zufall jedoch war, dass sich beide am gleichen Tag überlegt hatten, die andere zu fragen, ob sie nicht Lust hätte, gemeinsam 2er zu fahren. Die Idee wurde in die Tat umgesetzt und nun trainieren sie schon seit über zwei Jahren mit viel Begeisterung mindestens drei Mal pro Woche zusammen in der Grundschulturnhalle in Lemgo-Lieme. Bisher können von Querfurth und Puls vor allem durch ihre Fähigkeiten auf zwei Kunsträdern, sowie ihre turnerischen Fähigkeiten punkten: Sie fahren viele Drehungen und zeigen das schwierige Element „Kopfstand/Handstand“, das weltweit momentan nur eine Handvoll Kunstradfahrerinnen beherrschen. „Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr auch die Schwierigkeit auf einem Rad erhöhen und mehr Trageübungen präsentieren können“, erzählt von Querfurth.

Die große Motivation der beiden hat sich schon jetzt bezahlt gemacht: Durch ihre guten Leistungen im Jahr 2019 konnten sie sich einen der vier heißumkämpften Plätze im deutschen Nationalkader sichern. Nach dem Rücktritt der amtierenden Weltmeisterinnen, die ebenfalls aus Deutschland kommen, dürfen sie außerdem als eines von drei deutschen Paaren an der hochkarätigen Weltcupserie teilnehmen. Diese finden über das Jahr verteilt in Österreich, Hongkong, der Slowakei und Deutschland statt. „Es ist eine große Ehre für uns, dass wir an der Weltcupserie teilnehmen dürfen“, freut sich Puls. Leider steht aufgrund der hohen Kosten, die die Sportlerinnen größtenteils selbst stemmen müssen, noch aus, an wie vielen Weltcups die beiden an den Start gehen werden. (Zeilen 28, Zeichen 2003)