Lemgo: 3.800 t verunreinigter Boden ausgetauscht

Die Sanierungsarbeiten an der ehemaligen chemischen Reinigung in der Neuen Torstraße wurden kürzlich abgeschlossen.

Sanierung auf dem ehemaligen Gelände einer chemischen Reinigung abgeschlossen –

Lemgo. Im März wurden die Arbeiten für den Bodenaustausch auf dem ehemaligen Gelände einer chemischen Reinigung in der Neuen Torstraße in Lemgo abgeschlossen, das Großlochbohrgerät abgebaut und abtransportiert. Der AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung, der Kreis Lippe und die Stadt Lemgo ziehen nun eine Zwischenbilanz: Insgesamt wurden 183 Bohrungen bis zu einer Tiefe von sieben Metern durchgeführt und dabei insgesamt ca. 3.800 Tonnen verunreinigter Boden ausgebohrt und durch sauberes Material ersetzt.

Zwischenbilanz und Ausblick

Aktuell werden die Kanäle an ihren alten Standort zurückverlegt. Dann müssen das Gelände der ehemaligen Reinigung wieder profiliert und die in Mitleidenschaft gezogenen Gärten wieder hergerichtet werden. Parallel läuft außerdem noch die Grundwasserreinigung bis etwa Mitte April.
Für die in-situ-chemische Grundwassersanierung, die sich in der nächsten Sanierungsphase anschließt, werden acht Brunnen gebohrt und 12 Messstellen für die Überwachung des Grundwassers gebaut. Dort werden innovative Verfahren zur Sanierung des Grundwassers eingesetzt.
Im Anschluss wird dann der Slavertor-Wall wieder hergestellt, d. h. der derzeit als Bereitstellungsfläche für die Baustelle dienende Bereich wird wieder zurückgebaut, der Park und die Wege werden wieder hergestellt und schließlich werden neue Bäume und Hecken angepflanzt. Die Grundwasser-Reinigungsanlage wird ebenfalls abgebaut. Dann kann dieser Bereich voraussichtlich im späten Frühjahr wieder für die Nutzung durch die Bürgerinnen und Bürger freigegeben werden.