Lemgo: Baustart im Aktiv-Park – Bolzen und mehr erwünscht

Fritz Steinke (eL-Fraktion), Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Wolfgang Sieweke (BfL-Fraktion), Markus Baier (Geschäftsbereichsleiter „Stadtplanung und Bauen“), Thomas Portong (Geschäftsbereichsleiter „Jugend und Schule“), Regionalmanagerin Susanne Weishaupt und Udo Golabeck (SoLe-Fraktion) freuen sich über den Baustart.

Lemgo. Im Aktiv-Park an der Pagenhelle rollen die Bagger. Neben der bestehenden Skateranlage entsteht ein Soccerfield, wenige Meter weiter ein Grillplatz und eine Fläche mit Geräten für das sportliche Training mit dem eigenen Körpergewicht. Im Anschluss wird es auch noch neue Geräte für die Skater geben. Das Freizeitangebot richtet sich besonders an Jugendliche für vereinsunabhängigen Sport.
Der Beginn der Bauarbeiten war für Bürgermeister Dr. Reiner Austermann sehr erfreulich, denn ursprünglich war diese Idee unter anderem von den Jugendlichen selbst gekommen: Im Lemgoer Jugendforum hatten sie ihren Wunsch geäußert und auch die SPD-Fraktion unter Udo Golabeck hatte sie in die Haushaltsplanungen eingebracht. An der mehrjährigen Zeitspanne bis zur Umsetzung war mitnichten EU-Bürokratie schuld, erklärte Austermann, sondern die gute Lage am Naturschutzgebiet, die viele Untersuchungen nötig machte.
Dass man nach der Prüfung vieler potenzieller Flächen an der Pagenhelle gelandet ist, sei kein Zufall, so Markus Baier, Geschäftsbereichsleiter „Stadtplanung und Bauen”: „Die zentrale Lage zwischen Brake und der Innenstadt und das trotzdem geringe Potenzial zur Störung von Nachbarn haben den klaren Ausschlag gegeben. Deswegen ist die Fläche hier ideal.” Auch die Nähe zum Erlentreff sei attraktiv, weil dort bald Klettern und Bouldern möglich sein werden.

Susanne Weishaupt, Regionalmanagerin der LEADER-Region „3 L in Lippe” mit Lage, Lemgo und Leopoldshöhe, präsentierte eine Tafel, durch die sich Besucherinnen und Besucher mittels QR-Code Informationen zu dem Projekt auf dem Smartphone anschauen können und die ein weiteres LEADER-Projekt in der 3L-Region sichtbar macht. Weishaupt erläuterte: „Diese Anlage passt zu LEADER, weil hier ein Treffpunkt mit niedrigschwelligen Sport- und Freizeitangeboten entsteht, an dem sich Jugendliche und junge Erwachsene unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft begegnen können. Das fördert ihre Lebensqualität, die Gemeinschaft und die bürgerschaftliche Mitverantwortung.”
Den Weg aus dem Jugendforum über die SPD-Fraktion bis hin zu einem Workshop mit 40 Jugendlichen, in dem Detailfragen zur Planung der Anlage geklärt wurden, skizzierte Thomas Portong, Geschäftsbereichsleiter „Jugend und Schule”. Roter Kunststoffboden, Ballnetze und Streetball-Körbe werden für die Jugendlichen bereitstehen. Der Bodenaushub für den Fallschutz um die Calisthenics-Geräte zum Training mit dem eigenen Körpergewicht läuft ebenfalls.
Thomas Portong erläuterte auch bereits durchgeführte und geplante Änderungen der Skateranlage. So war unter Einbeziehung von Jugendlichen und eines Experten die Anordnung der Elemente der Anlage verändert worden, um diese besser nutzen zu können. Wenn der Platz zum Bolzen fertig ist, wird weiter getüftelt. Der Fachbereich Produktions- und Holztechnik der Technischen Hochschule OWL wird einen Ersatz für die abgängige Miniramp schaffen. Auch für die abgebaute Pyramide soll es Ersatz geben.
Dr. Reiner Austermann dankte den Jugendlichen, Udo Golabeck und auch der BfL-Fraktion, die einen Antrag auf Mittel für die Skateranlage eingebracht hatte, zudem nicht nur für ihren Einsatz, sondern auch für die Geduld. Die Kosten liegen bei 165.840 Euro, davon sind 65 % als LEADER-Förderung bewilligt.