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Lemgo feiert den HEIMSIEG

Andreas Cederholm zieht ab. Einen Treffer steuerte zum Sieg der Lemgoer gegen die Eulen Ludwigshafen bei.

42 % gehaltene Bälle Johannesson, 13 Tore Elísson

 


Lemgo. Dieses Mal passte alles! Im Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen zeigte sich der TBV Lemgo Lippe von seiner besten Seite und feierte am Ende vollkommen verdient den ersten Bundesliga-Heimsieg in dieser Saison. Vor allem die Abwehr mit Johannesson im Tor war in Höchstform und brachte damit auch viel Tempo für den eigenen Angriff ins Spiel. Der TBV holte sich mit 27:19 gegen die Eulen zwei ganz wichtige Punkte und vergrößerte damit den Abstand zu den Abstiegsrängen.


Die Stimmung in der Phoenix Contact-Arena ließ von Beginn an Gutes vermuten. Die knapp 3.700 Zuschauer machten Stimmung und die Lemgoer Spieler signalisierten mit breiter Brust: „Heute bleiben die Punkte hier.“ Vor allem die Abwehr war hellwach und schnell auf den Beinen. Die Gäste aus Ludwigshafen hatten alle Mühe eine Lücke in der kompakten 6:0-Deckung des TBV zu finden. Dazu zeigte Johannesson direkt in der Anfangsphase gleich drei Paraden und Guardiola demonstrierte seine Steal-Qualitäten. In den ersten sieben Minuten ließen die Lipper gerade einmal ein Gegentor zu und machten selbst drei Treffer.


Eulen-Trainer Benjamin Matschke versuchte mit einer Auszeit Ruhe in das Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Lemgo aber drückte weiter aufs Gas und kämpfte um jeden Ball und jeden Zentimeter. Selbst in Unterzahl waren die Lipper nicht zu bremsen. Vor allem Elísson machte Alarm, fing in der Abwehr zwei Mal hintereinander den Pass der Eulen ab und versenkte den Ball im gegnerischen Tor. Lemgo feierte das 9:5, Ludwigshafen nahm die zweite Auszeit. Die Eulen brachten den siebten Feldspieler, Müller kam frei durch, scheiterte aber an Johannesson. Der TBV-Keeper hatte den Gästen zuvor schon einen Siebenmeter abgeknöpft und glänzte bis zur Pause mit einer Quote von mehr als 50 % gehaltener Bälle. Seine Paraden verwandelten die Lemgoer Mitspieler mit Tempo ein ums andere Mal in Treffer und bauten die Führung immer weiter aus. Zur Halbzeit stand es 15:6 für den TBV.


In der zweiten Hälfte ließen die Lemgoer nichts mehr anbrennen. Ludwigshafen wechselte den Torhüter, kam aber im Angriff nach wie vor kaum an der Lemgoer Abwehr und Johannesson im Tor vorbei. Mehr als sieben Minuten lang kassierte der TBV keinen Gegentreffer und machte selbst einige sehenswerte Tore. Schagen spielte zum Kempa auf Elísson und der bedankte sich mit seinem 10. Treffer in diesem Spiel. Vier Minuten vor Schluss hielt es in der Phoenix Contact-Arena keinen Zuschauer mehr auf den Sitzen. Die Eulen kamen noch etwas heran, letztendlich aber gewann der TBV deutlich mit 27:19.


Von TBV-Trainer Florian Kehrmann gab es ein großes Lob an seine Mannschaft: „Wir wussten, dass die Eulen in den letzten Spielen gute Leistung gezeigt haben und einige Spiele nur knapp verloren haben. Wir hatten den Druck und wir mussten gewinnen. Auch wussten wir, dass unsere Abwehr heute funktionieren muss und wir gegen die 5:1-Abwehr der Eulen Lösungen finden müssen. Das haben wir gemacht. Entscheidend war heute vor allem die Bereitschaft in unserer Abwehr. Das hat man auch in der Unterzahl gesehen, wo dieser eine Schritt mehr nötig war und den wir dann auch gemacht haben. Ein großes Lob möchte ich auch an unsere Fans richten. Das ist unglaublich, was die heute auf die Beine gestellt haben und wie sie uns auch im Vorfeld der Partie gepusht haben. Das ist nicht selbstverständlich! Der 8. Mann war heute voll da und hat gezeigt, wie wichtig er ist! Wir müssen jetzt weiter punkten und wir werden auch dem deutschen Meister aus Flensburg am kommenden Donnerstag einen heißen Kampf bieten.“

 


Noch kein Ergebnis gab es nach dem Spiel aus dem Kreißsaal. Während die Lemgoer auf dem Feld gegen die Eulen alles gaben, fieberte Rückraum-Shooter Donát Bartók der Geburt seines ersten Kindes entgegen.

 


TBV Lemgo Lippe: Johannesson, Wyszomirski; Elísson (13), Kogut, Guardiola (3), Carlsbogård (1), van Olphen, Theuerkauf (3), Schagen (2), Zerbe, Cederholm (1), Hangstein, Klimek (4), Baijens.