Astrid-Lindgren-Schule und Berufsförderzentrum

Landrat Dr. Axel Lehmann, Manuela Kupsch (Leiterin Eigenbetrieb Schulen Kreis Lippe) und Carsten Hense (Geschäftsbereichsleiter bei Goldbeck Public Partner GmbH) unterzeichnen den Vertrag zum Neubau der Astrid-Lindgren-Schule und des Berufsförderzentrums.

Der Vertrag für den Neubau in Lemgo und die Bauunterhaltung ist unterschrieben –

Lemgo. Der Neubau der Astrid-Lindgren-Schule und des Berufsförderzentrums kann 2020 starten: Der Vertrag mit dem Bauunternehmer Goldbeck ist unterschrieben und damit der Vergabeprozess abgeschlossen. „Die Astrid-Lindgren-Schule und das Berufsförderzentrum werden Orte der Begegnung sein, wo Inklusion sichtbar wird. Dafür haben die Planer pädagogische Konzepte und den Bedarf der zukünftigen Nutzer berücksichtigt. Denn die beiden Gebäude bieten Räume für Schulunterricht, Berufsförderung, Therapie, Sport und eine Mensa“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann. In Lemgo baut der Kreis für unterschiedliche Zielgruppen und ermöglicht beispielsweise den Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf durch die zentrale Lage lebenspraktische Fähigkeiten zu üben und zu lernen.

Die Astrid-Lindgren-Schule ist eine Förderschule des Kreises Lippe mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Die Neubauten am Vogelsang in Lemgo und auf dem Innovation Campus Lemgo bieten zukünftig Fachräume, die für die Umsetzung der pädagogischen Konzepte notwendig sind. Hierbei sind in der Astrid-Lindgren-Schule auch Räume für die Karla-Raveh-Gesamtschule des Kreises Lippe vorgesehen, sodass Kinder mit und ohne Behinderung in einem Gebäude unterrichtet werden. Im Berufsförderzentrum werden sich ebenfalls die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule und des Lüttfeld-Berufskollegs alltäglich, beispielsweise in der Holzwerkstatt oder in den Schulfluren, begegnen. Im Berufsförderzentrum ist die zentrale Mensa ein Angebot für alle Nutzer des Campus. Das neue Schulgebäude der Astrid-Lindgren-Schule bietet eine Einfeld-Sporthalle sowie ein Becken für Lehr- und Therapieschwimmen. Diesen Sportbereich können beispielsweise auch Sportvereine außerhalb der Schulzeiten nutzen.

Die Vergabe der Aufträge zum Neubau und zur langjährigen Bauunterhaltung der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) am Vogelsang in Lemgo und des Berufsförderzentrums (BFZ) am Innovation Campus Lemgo sind jetzt nach rund drei Jahren abgeschlossen. Anstrebt wurde eine Paketvergabe mit möglichst großer Beteiligung regionaler Unternehmen zu realisieren. In der ersten Runde lagen alle Angebote über den damaligen Kostenschätzungen von rund 30 Millionen Euro. Die Baukosten waren durch das anhaltende Konjunkturhoch gestiegen und erklärten die Preissteigerungen in den Angeboten, zwischendurch lag die Angebotssumme für beide Verfahren bei knapp 49 Millionen Euro. Daher wurde mit den Bietern intensiv nachverhandelt und ein Gesamtpreis von rund 43,2 Millionen erzielt. Der Auftrag geht an die Firma Goldbeck aus Bielefeld und damit einem Bauunternehmen aus der Region.

Nach dem Genehmigungsverfahren für den Bauantrag werden im Frühjahr 2020 die Mensa und die Sporthalle auf dem Innovation Campus abgerissen. Der Neubau der Astrid-Lindgren-Schule wird voraussichtlich im Dezember 2021 abgenommen, sodass die Schule im Januar 2022 umziehen kann. Das Berufsförderzentrum soll zwischen Juni 2020 und Januar 2022 erbaut werden, im März 2022 sollen die Nutzer einziehen.