Lemgo: Sattelschlepper mit Spenden starten Richtung Litauen

v.l.: Sekretär Günter Wattenberg, Kiwanis Club Präsident Helmut Schnelle, Jürgen Wattenberg („Kinder in Not“), Präsident Elect Fr.-Wilhelm Hilkemeier und Schatzmeisterin Iris Becker.

Kiwanis–Club–Lippe überreicht Scheck über 1.000 Euro

Lemgo. Kommenden Samstag geht die Tour los. Dann fahren 8 Sattelschlepper mit 12 Fahrern und Helfern nach Litauen in die Stadt Kaunas, Partnerstadt des Kreises Lippe. In den Sattelzügen sind gespendete Spielsachen, Schulmöbel, Bobbycars, Kleidungsstücke und Fahrräder verstaut. Dazu kommen noch ca. 500 Rollatoren, 100 Nachtstühle, 150 Rollstühle. Sogar ein Harmonium für eine örtliche Kirchengemeinde ist mit dabei. Alles Spenden aus der hiesigen Region, die in Litauen für die notleidende Bevölkerung bestimmt sind. Vor Ort fahren die Hilfstransporte Kinderheime, Krankenhäuser und eine Diakoniestation an.
Ist das Team um Jürgen Wattenberg, dem Gründer von „Kinder in Not“, erst einmal im Land, können sie sich unter ähnlichen Corona-Bedingungen wie bei uns frei bewegen. Das Problem ist zuallererst die Einreise. Das Durchreiseland Polen hat gebietliche Einschränkungen, in Litauen dürfen Personen aus einem Land einreisen, die mit weniger als 25 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen diagnostiziert wurden. Leider ist derzeit ein Anstieg an Infektionen in Deutschland, Polen und Litauen zu verzeichnen. Die Werte der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sollen auch bei uns in den einzelnen Bundesländern runtergesetzt werden. Viele Landkreise haben schon jetzt den Wert von 20 – 25 Neuinfektionen erreicht. Nur ein Einreiseverbot oder eine 14 tägige Quarantänepflicht würde Umwege oder erhebliche Kosten verursachen, von der Zeit der Helfer ganz abgesehen.
Aber Jürgen Wattenberg bleibt trotz der Zahlen ganz ruhig und erzählt von den anfänglichen Schwierigkeiten die er und seine Mannschaft vor fast drei Jahrzenten bei den ersten Transporten erlebt haben. Jeder Transport hat seine ganz eigenen Herausforderungen.
Ca. 4.000 km liegen am Samstag vor den Kühlern der Sattelzüge, Fahrern und Helfern. Jeder Transport ist immer ein finanzieller Kraftakt. Unzählige Spender und Sponsoren müssen angesprochen werden, damit diese Hilfsaktion zu Stande kommt. Auch der Kiwanis – Club – Lippe unterstützt, wie in der Vergangenheit, diese Hilfsaktion und überreichte einen symbolischen Dieselkanister mit einem Scheck von 1.000 Euro. Er wünscht der Mannschaft darüber hinaus eine gute Fahrt und allen Beteiligten eine gesunde Heimkehr nach Lemgo.