In dieser Situation traf Julian Dietrich nur die Latte des Dornberger Tores.

 


Lemgo (ruko). Die Lage beim Fußball-Bezirksligisten TBV Lemgo hat sich nach der 0:4-Heinniederlage am drittletzten Spieltag gegen den TuS Dornberg im Bezug auf den Klassenerhalt dramatisch zugespitzt. Der TBV hat drei Punkte Rückstand auf das rettenden Ufer, kann den Klassenerhalt nun nicht mehr aus eigener Kraft schaffen.


Torverhältnis
entscheidet

 

Jetzt stehen für den TBV noch zwei Matches an, die einfach gewonnen werden müssen, will man sich noch ein Chance auf den Ligaerhalt ausrechnen. Für den TBV geht es so am kommenden Sonntag zunächst gegen den schon abgestiegenen Tabellenletzten SuK Canlar Bielefeld. Am letzten Spieltag, 26. Mai, steht dann daheim die Partie gegen den Tabellensiebten SC Bielefeld 04/26 an. Schärfster Mitkonkurrent im Kampf um den Klassenerhalt dürfte der TSV Oerlinghausen sein, der drei Punkte mehr auf der Habenseite als die Lemgoer hat. Der TSV hat am kommenden Sonntag das schwere Heimspiel gegen den Gütersloher TV vor der Brust, der sich noch minimale Chancen auf den Titel ausrechnen darf. Am letzten Spieltag ist der TSV dann beim Tabellenneunten SC Hicret Bielefeld zu Gast. Da sich Sende und Friedrichsdorf, die beide sechs Punkte mehr als die Lemgoer haben, am letzten Spieltag duellieren, dürften wohl beide mit dem Abstieg weniger zu tun haben. Bei Punktgleichheit zwischen Oerlinghausen und Lemgo entscheidet das Torverhältnis über die Platzierung. In dem Fall wohl über Abstieg oder Nichtabstieg.


Gegen Dornberg verkauften sich die Lemgoer, die erneut von Peter Wamser an der Seitenlinie betreut wurden, insgesamt gar nicht mal schlecht. Das Team spielte engagiert auf, doch schon nach drei Minuten klingelte es nach einem Abstimmungsfehler in der Lemgoer Defensive das erste Mal im Kasten der Gastgeber. Lemgo zeigte sich aber nicht sonderlich beeindruckt vom Gegentreffer, verstärkte seine Angriffsbemühungen und kam durch Julian Dietrich zu einem Lattentreffer. Dann wurde dem TBV sogar ein Foulelfmeter zugesprochen, den Salem Özmen aber nicht nutzen konnte (31.). Mit einem 0:1 ging es für den TBV in die Pause.


Ein erneuter Fehler im TBV-Team bescherte den Gästen das 2:0. Andre Schulze Hessing traf in der 53. Minute. Ein Treffer des eingewechselten Louis Hagemann wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (73.). Nun gingen die Köpfe bei den Lemgoer Spielern verständlicherweise immer mehr gen Boden und Charin Huxohl (81.) und Thies Kambach (90.) sorgten für den 4:0-Endstand. “Es zieht sich wie ein Faden durch die Saison. Wir machen einfach zu viele Fehler und die werden gnadenlos bestraft. Am Ende eine ärgerliche Niederlage, denn ich denke, wir waren nicht schlechter als der TuS”, so ein enttäuschter Lemgoer Spielertrainer Salem Özmen.
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Der nächste Spieltag:

Auf Schützenhilfe
angewiesen


Wie schon eingangs erwähnt hat der TBV noch zwei Matches in dieser Saison zu bestreiten, die beide gewonnen werden müssen. Aber auch das würde nichts helfen, wenn dem TBV Lemgo keine Schützenhilfe zuteil werden würde. Aus eigener Kraft ist der Klassenerhalt nicht mehr zu schaffen. Das ist den Lemgoern bewusst, die am kommenden Spieltag besonders auf das Ergebnis des TSV Oerlinghausen schielen, der den Gütersloher TV empfängt. “Wir brauchen aber nicht auf andere Spiele zu schauen. Erst mal gilt es, dass wir unsere Hausaufgaben machen, dann sehen wir weiter”, so Özmen, der am Sonntag auf den gelbentsperrten Abou bauen kann. “Ich kann nur hoffen, dass wir es irgendwie noch packen”, wünscht sich auch Lemgos Spielratvorsitzender Ingo Sperlich, der mit Mathias Hildebrand schon lange die Planungen für die neue Saison vorgenommen hat.

Der insider-Tipp: Lemgo muss und wird das Spiel beim Tabellenletzten gewinnen.