Lemgoer Liga A: 14. Spieltag

Leo-Coach Chris Martens schaut nach oben in der Tabelle. Seit fünf Spielen ist der TuS ungeschlagen. Das soll auch am Sonntag in Bentorf so bleiben.

Harte Brocken warten auf die Kellerkinder

 

Lemgo (ruko). Lösbare Aufgaben, aber was heißt schon lösbar, wenn man auf den bisherigen Verlauf der Serie in der Liga A schaut, dürften auf die drei Spitzenteams in der Lemgoer Fußball-Kreisliga A warten. Auf die Kellerkinder, die teilweise gegen die Spitzenteams ran müssen, warten dagegen harte Brocken.


„Licht am
Ende des Tunnels!“


So muss der Tabellenletzte TuS Brake, der endlich am vergangenen Spieltag seinen ersten Saisonsieg feiern konnte, beim SC Bad Salzuflen ran. Das Spiel wird auf dem Kunstrasen in Wüsten stattfinden. Für die Biermänner, die aufgrund des Spielausfalls gegen Sonneborn ausgeruht in die Partie gehen, zählen in diesem Spiel nur drei Punkte, zumal SC-Coach Frank Biermann wenig personelle Sorgen hat. Nach dem ersten Saisonsieg gegen den FC SSW setzt Brakes Geschäftsführer Michael Berge besonders auf die kommenden Heimspiele seiner Mannschaft: „Wir werden unsere Punkte holen, davon bin ich überzeugt, auch demnächst zu Hause. Die nächsten Gegner dürfen sich warm anziehen. Aufgeben werden wir noch nicht, wir kämpfen. Es ist ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Natürlich wissen wir, dass wir im Spiel gegen den SC den krassen Außenseiter stellen. Wir haben in diesem Match also nichts zu verlieren“.

Der Tabellenvorletzte BSV Leese will unbedingt seine Negativserie durchbrechen. Allerdings werden die Leeser am kommenden Sonntag wohl auf eine wütende Asemisser Mannschaft treffen, die die 0:4-Niederlage in Ahmsen unbedingt wett machen will. Allerdings muss TuS-Coach Carsten Skarupke dabei auf sein Mittelfeld-Ass Hatim Bahri verzichten, der im Spiel in Ahmsen die gelbrote Karte kassierte. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Torben Becker.


„Punkten, egal
wie der Gegner heißt!“


Der FC SSW trifft daheim auf den TBV Lemgo II. „Wir müssen punkten, egal wie der Gegner heißt“, so FC Co-Trainer Rouven Post, dessen Einsatz wegen einer Rippenprellung fraglich ist. „Auf uns wird am Sonntag ein ganz anderes Spiel als noch gegen Oerlinghausen II warten. Zum einen warten ganz andere Platzverhältnisse auf uns, zum anderen werden wir uns auf unsere kämpferischen Tugenden setzen müssen, wenn wir in Spork bestehen wollen. Dennoch, wir wollen punkten, weil anschließend schwere Partien auf uns warten“, so TBV-Trainer Benni Rawe, der bis auf den urlaubenden Rachlinski alle Mann an Deck hat.


Elsner fordert
willensstarke Leistung


Auch der TuS Sonneborn ist bedrohlich in den Tabellenkeller abgerutscht und muss am Sonntag beim Ligaprimus TuS Lipperreihe antreten. Auch wenn das Spiel gegen den TuS Leopoldshöhe „nur“ 1:1 endete, Lipperreihes Coach Frank Fulland macht sich keinen Stress. Für ihn steht weiterhin die Entwicklung der Mannschaft und nicht unbedingt der Titelgewinn an erster Stelle. Daheim gegen Sonneborn soll natürlich ein Dreier her. „Es wird schwer gegen Lipperreihe etwas zu holen, aber wir können dort befreit aufspielen. Ich fordere von meiner Mannschaft eine willensstarke Leistung und dann sehen wir mal, was am Ende bei raus springt. Jeder Punkt aus so einem Spiel ist ein Bonus für uns,” weiß Sonneborns Coach Thomas Elsner. Niemeier und Reineke (Aufbautraining), Lücke und Frey (Urlaub) werden Elsner fehlen.

 

Spruchkammersitzung
am 28. Oktober

 

Der SV Werl-Aspe muss daheim gegen den TBV Lemgo ran. „Wir werden alles versuchen, um dem TBV vielleicht ein Bein zu stellen“, so SV-Coach Marcio Goncalves, der in personeller Hinsicht aus dem Vollen schöpfen kann. Der TBV sowie der TuS Bexterhagen warten gespannt auf die Sitzung der Kreisspruchkammer, die am 28. Oktober stattfinden wird. Dort wird dann geklärt, wie das abgebrochene Spiel zwischen den beiden Kontrahenten gewertet wird. Keine leichte Aufgabe für die Spruchkammer, gibt es doch fast schon Tagaus, Tagein immer wieder neue Versionen über den Hergang. „Wir schauen der Sache ganz entspannt entgegen“, mehr lässt sich TBV-Trainer Matthias Wölk zu diesem Thema nicht entlocken. Im Spiel gegen Aspe stehen beim TBV Fragezeichen hinter den Einsätzen von Tobi Fitz (Urlaub) und Simon Schneidermann (Schulter).

 

„Rechnen uns
etwas aus!“


Der TuS Bexterhagen möchte nach dem Überraschungserfolg in Lüerdissen nun auch daheim gegen den TuS Ahmsen überzeugen. Dessen Formkurve zeigt aber steil nach oben. Auch deshalb weil TuS-Trainer Michael Tönsmann nun wieder mehr personelle Alternativen zur Verfügung stehen. „Wir spielen daheim gegen eine Mannschaft, die den Kunstrasen mehr gewöhnt ist. Wir gehen selbstbewusst in dieses Spiel und wenn alle an sich glauben, dürfen wir uns auch gegen Ahmsen etwas ausrechnen“, so ein selbstbewusster Bexterhäger Coach Sven Gleisner, der aber auf Marcel Diekmann (Knie) verzichten muss.

Die Lüerdisser wurmt natürlich immer noch die Heimniederlage gegen Bexterhagen. Nun soll ein Auswärtserfolg beim TSV Oerlinghausen II her. Allerdings müssen die Lüerdisser neben ihren Langzeitverletzten auf den rotgesperrten Beckmann und Freddy Weege (gelbgesperrt) verzichten. „Auf dem Oerlinghausener Kunstrasen haben wir uns in der Vergangenheit meist schwer getan. Zudem haben wir weiterhin viele Verletzte zu beklagen. Ein Punkt sollte dort für uns aber mindestens drin sein“, so Lüerdissens Sportlicher Leiter Willi Wollbrink.

Seine erfolgreich Serie will der TuS Leopoldshöhe ausbauen, der in Bentorf bei der SG zu Gast sein wird. TuS-Trainer Chris Martens hat zur Zeit weniger personelle Sorgen, will aus dem Kalletal drei Zähler mitnehmen. „Mit einem Punkt aus dieser Partie könnten wir leben“, gibt sich SG-Trainer Jens Böger bescheiden, der auf Hartwig (Knie) verzichten muss. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Niklas Brand.

 

14. Spieltag, Sonntag, 27. Oktober

BSV Leese – TuS Asemissen
SG Bentorf/H. – TuS Leopoldshöhe
TuS Lipperreihe – TuS Sonneborn
SC Bad Salzuflen – TuS Brake
FC SSW – TBV Lemgo II
SV Werl-Aspe – TBV Lemgo
Oerlinghausen II – VfL Lüerdissen
TuS Bexterhagen – TuS Ahmsen