Liga A: Derby-Time!

Enttäuscht, nach der überraschenden 0:3-Niederlage im Hinspiel beim TBV Lemgo II, musste Lüerdissens Trainer Tim Steffen den Lemgoer Jahnplatz verlassen. Am Sonntag steht das Derby erneut, diesmal im Lüerdisser Forst, auf dem Programm. Dieses Mal will Steffen den Platz als Sieger verlassen.

Lemgo (ruko). Am kommenden Sonntag steht der erste Spieltag der Rückrunde in der Lemgoer Fußball-Kreisliga A auf dem Programm. Eine vom Papier her lösbare Aufgabe dürfte dabei auf Ligaprimus TuS Asemissen warten, der den Tabellenvorletzten TSV Schötmar zu Gast hat. Wohl schwieriger dürfte es dabei für Verfolger Barntrup werden, dass Nachbarschaftsderby gegen den TuS Sonneborn steht im Barntruper Waldstadion auf der Agenda.

 

53 Gegentore

 

Der TSV Schötmar steht mit dem Rücken zur Wand, muss, egal wie der Gegner heißt, punkten. Dass die Salzufler Vorstädter mit dem Ball umgehen können, wissen alle in der Liga. Allerdings lässt die Defensivleistung des TSV stark zu wünschen übrig. Mit bisher 53 Gegentoren führen die Schötmaraner zumindest in dieser Beziehung das Feld in der Liga an. „Wir wissen, dass der TSV über gute Einzelspieler verfügt, dennoch ein Heimsieg ist in dieser Partie Pflicht“, fordert Asemissens Coach Florian Müller, der mit seinem Team auch nach dem 16. Spieltag ungeschlagen bleiben will. Niklas Berger (Muskelfaserriss) und Stefan Berg (Bein) werden ausfallen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Tim Tews.

 

 

„Fünf Euro ins Phrasenschwein!“

 

Der TuS Sonneborn, der beim RSV Barntrup zu Gast ist, verlor das Hinspiel an der B1 gegen die „Roten Teufel“ mit 1:3-Toren und sinnt natürlich in diesem Nachbarschaftsderby auf Revanche, auch wenn TuS-Coach Heiko Taube auf einige verletzte Spieler verzichten muss. „In frühen Jahren haben wir uns in diesen Spielen immer schwer getan. In dieser Saison lief es besser. Wir konnten sowohl das Hinspiel wie auch die Pokalpartie gegen den TuS gewinnen und ich hoffe, dass wir auch am Sonntag wieder erfolgreich sind, doch, fünf Euro ins Phrasenschwein, diese Spiele unterliegen weiterhin ihren eigenen Gesetzen, zumal der TuS bisher eine gute Saison spielt“, weiß RSV-Präsident Andreas Schlingmann, dass auf seine „Teufel“ keine unbedingt leichte Aufgabe wartet. Für den verletzen RSV-Keeper Jonas Meise, der erst wieder nach der Winterpause einsatzbereit sein wird, wird am Sonntag wohl Pascal Ehlert im RSV-Kasten stehen. Kevin Elsner, der Meise in den vorherigen Spielen vertrat, soll im RSV-Sturm für den nötigen Druck sorgen.

 

Zwielichtiges Gefühl

 

Wieder richtig gut in die Spur scheint der TuS Ahmsen gefunden zu haben, der einen klaren Heimsieg gegen die SG Kalldorf anstrebt. „Kalldorf wird eine komische Aufgabe, komisch wohl deshalb, weil unsere Jungs grade gegen Lemgo so torhungrig waren. Wir dürfen gegen Kalldorf keinesfalls überheblich auftreten, dass könnte gefährlich werden. Fakt ist aber, wir haben im Spiel gegen die SG etwas gut zu machen, haben wir doch auf dem Wüstenboden in Kalldorf im Hinspiel schlecht ausgesehen und mit Glück einen Punkt mitgenommen. Leider haben wir in diesem Spiel auch Marvin zur Heide verloren, der immer noch an einer Verletzung im Sprunggelenk laboriert und ausfällt. Wir hoffen, dass andere am Sonntag vielleicht zurückkehren, waren wir doch am vergangenen Spieltag tatsächlich nur mit drei Mann Ersatz zum Spiel in Lemgo angereist“, hat Ahmsens Abteilungsleiter Lothar Köhnemann ein zwielichtiges Gefühl vor dem Spiel. Die Kalldorfer wissen, dass auf sie ein schweres Match wartet, dennoch, zumindest ein Punkt, wie schon im Hinspiel, soll her.

 

 

Hoffen auf den Derby-Effekt

 

Punkten, das will und muss auch der TBV Lemgo II, der am Sonntag das Städtederby beim VfL Lüerdissen vor der Brust hat. Die Lemgoer müssen sich jetzt irgendwie in die Winterpause retten, haben dabei aber wenig Hoffnung, dass in den noch ausstehenden drei Partien viele Punkte geholt werden können. Nach dem Match in Lüerdissen warten auf Lemgo mit Barntrup und Asemissen zwei fast schon unlösbare Aufgaben. Darum setzt TBV-Trainer Benni Rawe auf den Derby-Effekt: „In diesem Spiel gegen den VfL spielt der Tabellenplatz keine Rolle. Solch eine Partie kann in alle Richtungen gehen. Meine Jungs haben mir versprochen, dass von ihnen in diesem Match, nach der 2:10-Pleite gegen Ahmsen, eine Reaktion kommen wird“, macht Rawe sich und der Mannschaft Mut. Ausfallen beim TBV, neben den Langzeitverletzten, wird Jonas Hildebrand. Vielleicht wieder dabei Barni Schormann. Der VfL setzt in dieser Partie auf Sieg, will sich zudem für die erlittene Hinspielniederlage revanchieren. Für das anstehende Derby kehren Batzer, Segebrecht und Linnenbrügger beim VfL zurück. Fehlen werden Alex Kirsch (fünfte gelbe Karte) und Cöhring. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Quast (Rücken) und Klatt (Fußverletzung).

 

Serie ausbauen

 

 

Unter Druck, wie auch der TBV, steht der TSV Oerlinghausen II nach der 0:4-Niederlage beim TuS Bexterhagen. Die Brosch-Crew erwartet am Sonntag die SG Bentorf-Hohenhausen, muss und will dreifach punkten. Der TSV kann dabei wieder auf seine Innenverteidiger Henry Diekmann und Tim Röhrig setzen, die ihren Urlaub beendet haben. Die SG will ihre Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge weiter ausbauen, auch wenn SG-Trainer Naki Sevgül weiterhin große personelle Sorgen plagen. „Irgendwie werden wir schon 14 Mann zusammenkratzen. Wir wollen mit einem Sieg den Abstand nach unten vergrößern“, so Sevgül, der wohl weiterhin auch auf Nils Otto (Zerrung) verzichten muss.

Den Abstand nach unten vergrößern, das will auch der TSV Kirchheide, der beim SV Werl-Aspe zu Gast ist. Für Aspes Coach „Bonzo“ Meier müssen Heimspiele eigentlich immer gewonnen werden, so soll es auch am Sonntag sein. TSV-Obmann Gerry Zachert hat ein eher mulmiges Gefühl vor dieser Partie: „Auf uns wartet eine schwere, aber wohl nicht unlösbare Aufgabe. Allerdings konnten wir in den vergangenen Jahren nie etwas am Heerser Bruch reißen. Wenn wir dort jetzt zumindest punkten könnten, wäre das schön“. Nils Pampel wird wohl erst in zwei Wochen wieder für den TSV am Start sein.

 

 

Hält Warbendes Serie?

 

Seitdem Frank Warbende den TuS Bexterhagen übernommen hat, sind die Bexterhäger seit drei Spielen ungeschlagen. Diese Serie möchte Warbende auch nach dem Heimspiel gegen Lipperreihe liebend gerne aufrechterhalten. Warbende weiß aber, dass auf ihn und seine Jungs eine schwere Aufgabe warten wird, denn der TuS konnte in den vergangenen drei Spielen keinen Sieg einfahren, will jetzt unbedingt wieder dreifach punkten. Warbende setzt auf den Heimvorteil, hofft, dass wieder viele Fans am Platz sind.

Der TuS Brake will an die Leistung aus dem Spiel gegen Lipperreihe anknüpfen, erwartet am Sonntag auf der roten Asche des Walkenfeldes den TuS Leopoldshöhe. Mit einem Sieg könnten sich die zuletzt schwächelnden Bräker wieder ein Polster auf die Abstiegsplätze schaffen. Die Leos wollen den Anschluss an das obere Tabellendrittel aber keinesfalls verlieren.

 

 

16. Spieltag, Sonntag, 11. November

Oerlinghausen II – SG Bentorf/H.
TuS Ahmsen – SG Kalldorf
VfL Lüerdissen – TBV Lemgo II
RSV Barntrup – TuS Sonneborn
TuS Asemissen – TSV Schötmar
TuS Brake – TuS Leopoldshöhe
TuS Bexterhagen – TuS Lipperreihe
SV Werl-Aspe – TSV Kirchheide