Banneraktion: Rauf aufs Fahrrad

(von links) Klimaschutzbeauftragte Ronja Post, Radverkehrsbeauftragter Gerhard Reineke und Bürgermeister Markus Baier mit einem der neuen Banner, die in Lemgo fürs Fahrradfahren werben.

Lemgo. Flugs den Fahrradhelm aufgesetzt und mit dem Zweirad ab in die Natur, zur Arbeit oder nach Hause geradelt – eine tolle Sache. Mit neuen Bannern macht die Alte Hansestadt Lemgo nicht nur auf die vielen Vorzüge des Radfahrens, sondern auch auf altbewährte und neue Fahrradstraßen aufmerksam. Das Ziel: Den Stellenwert des Fahrrads zu stärken und die neuen Fahrradstraßen direkt in den Köpfen der Lemgoerinnen und Lemgoer zu verankern. Darüber erinnern die Aufsteller daran, wie die in Fahrradstraßen geltenden Regeln aussehen.
„Lemgo ist schon seit 2009 fahrradfreundliche Stadt und die Förderung des Radverkehrs hat bei uns eine hohe Priorität. Dazu gehört es natürlich, eine fahrradfreundliche Infrastruktur zu schaffen. Aber auch diese Banner und zum Beispiel das Stadtradeln erinnern daran, dass man Lemgo wunderbar mit dem Fahrrad erobern kann“, weiß Lemgos Radverkehrsbeauftragter Gerhard Reineke. Bürgermeister Markus Baier ergänzt: „Das Fahrrad ist auf vielen Wegen in Lemgo schneller und flexibler als das Auto. Außerdem ist man damit gesundheitsbewusst und umweltschonend unterwegs.“
Neue Fahrradstraßen sind Heustraße und Orpingstraße. Im Vorfeld zu den Baumaßnahmen auf Schuh- und Stiftstraße in den nächsten Jahren wurde mit dem Einbau von Asphaltstreifen in den Fahrbahnen eine komfortable Alternativstrecke für die Fahrradfahrerinnen und Radfahrer fertiggestellt. Der Austausch des Natursteinpflasters gegen eine Asphaltfahrbahn reduziert zudem die Abrollgeräusche beim Befahren mit Autos.
Zu den bekannten Fahrradstraßen Lemgos gehören neben der Pideritstraße, mit über 20 Jahren Lemgos älteste Fahrradstraße, auch die Franz-Liszt-Straße, ein Teil der Kleiststraße, der Pahnsiek oder der Steinstoß. Hier gelten schon seit Langem die bekannten Regeln: Fahrräder haben Vorrang und dürfen auch nebeneinander fahren. Für alle Auto- und auch Radfahrer gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Der Mindestabstand von 1,50 m beim Überholen von Radfahrern innerorts gilt natürlich auch in den Fahrradstraßen.
Auf den neuen Bannern gibt es weitere nützliche Tipps für ein sicheres Miteinander aller Verkehrsteilnehmer: So ist beim Öffnen einer Autotür der Schulterblick sehr wichtig, um nicht den vorbeifahrenden Verkehr zu gefährden. Fahrradfahrer sollten zudem immer bedenken, dass sie besser hinter einem Fahrzeug warten, anstatt daneben im toten Winkel zu stehen und möglicherweise übersehen zu werden.