Bauern in Lippe: Ganz ohne Gerüche geht es nicht!

Die Landwirte bitten um Verständnis: Bei organischen Düngern wie Gülle oder Mist geht es nicht ganz ohne Gerüche einher. Mit dem Ausbringen dieser natürlichen Düngemittel schließen wir Nährstoffkreisläufe. Dem Boden wird das zurückgegeben, was ihm durch die Ernte der Pflanzen entzogen wird.

Lippe. Auch in der Coronakrise gehen die Arbeiten in der Landwirtschaft weiter. Das Frühjahrswetter schickt die Bauern auf die Äcker, Wiesen und Weiden. Da sich die Menschen in diesen Zeiten mehr in der Natur bewegen, fragen sich so manche, mit welchen Tätigkeiten die Landwirte gerade beschäftigt sind. „Düngergaben zur Unterstützung des Pflanzenwachstums, die Saat von Leguminosen wie Ackerbohnen und Erbsen sowie des Sommergetreides und das Herrichten der Weiden sind die aktuellen Arbeiten“, erläutert der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Lippe Dieter Hagedorn. Die Arbeiten auf den Feldern seien nach dem vielen Regen im Februar und Anfang März nun schon mittlerweile gut fortgeschritten. „Dank es guten Wetters konnten wir zügig aufholen“, so der Vorsitzende.

Ganz ohne Gerüche geht es nicht

Die Pflanzen, die schon im Herbst gesät wurden, wie das Wintergetreide und der Raps, brauchen jetzt mit Vegetationsbeginn Nährstoffe und müssen gedüngt werden, ebenso das Grünland. „Denn wer wächst, benötigt Nahrung. Das ist auch bei den Pflanzen so“, erklärt Hagedorn. „Und da die Pflanzen im Frühjahr so richtig mit dem Wachstum loslegen, benötigen sie jetzt Nährstoffe.“ Bei organischen Düngern wie Gülle, Mist oder Substraten aus Biogasanlagen gehe es natürlich nicht ganz ohne Gerüche einher“, bittet Hagedorn um Verständnis. Dafür handelt es sich um einen Naturdünger direkt aus dem Kreislauf des landwirtschaftlichen Betriebes. Dies ist richtig eingesetzt nachhaltig .Durch die Gülle, die einen wichtigen Mehrnährstoffdünger darstelle, könne man eine nahezu vollständige Ernährung der Pflanzen sicherstellen.