Schnitten gemeinsam das Band zur Einweihung des Bürgerwaldes in Extertal-Bösingfeld durch (v.l.): Manfred Stoller (damaliger Vorsitzender des Umwelt-, Energie- und Betriebsausschuss der Gemeinde), Jörg Düning-Gast (Verbandsvorsteher), Thomas Fritzemeier (Revierförster), Frank Meier (Bürgermeister Extertal), Susanne Hoffmann (Stellv. Leitung Forstabteilung) und Julia Stein (Geschäftsführerin Marketing Extertal e.V.).

Extertal-Bösingfeld. Die Bilder von abgestorbenen Fichten und kahlen Flächen in den Wäldern rund um Extertal-Bösingfeld werden bald der Vergangenheit angehören. Seit Monaten forstet der Landesverband in seinen Waldarealen auf, und auch die Gemeinde hat kräftig mit angepackt: Sie startete zu Jahresbeginn die Initiative für einen Bürgerwald, und gemeinsam mit Marketing Extertal e.V. und dem Landesverband gelang eine rasche Umsetzung des Projekts. Der Bürgerwald ist nun offiziell eingeweiht worden.
„Extertal wird wieder grün: Hier, am Wanderweg Schnattergang, am Fuße der hohen Asch, haben wir den Grundstein für ein Stück Zukunft gelegt“, freut sich Bürgermeister Frank Meier. Die Initiative war vom Umwelt-, Energie- und Betriebsausschuss der Gemeinde ausgegangen, Marketing Extertal e.V. wurde mit ins Boot geholt, und der Landesverband Lippe stellte ein 1,7 Hektar große Areal zur Verfügung: „Initiativen wie diese unterstützen wir sehr gern, denn sie kommen nicht nur dem heimischen, lippischen Wald zugute, sondern vor allem den Bürgerinnen und Bürgern, den Kindern und Jugendlichen“, betont Verbandsvorsteher Jörg-Düning-Gast. Er und Meier dankten Marketing Extertal e.V. für die Koordinierung der Bürgerspenden. „Mehr als 7.000 Euro sind zusammengekommen, das ist ein großartiger Beitrag der Extertaler Bürgerinnen und Bürgern“, lobt Julia Stein, Geschäftsführerin von Marketing Extertal e.V.
Auf dem Areal waren zu Jahresbeginn tote Fichten geerntet worden. Thomas Fritzemeier, Leiter des Forstreviers Bösingfeld, bereitete die Fläche mit seinen Forstwirten für die Pflanzung vor und zäunte sie ein. Ab März wurden dann rund 3.300 junge Setzlinge gepflanzt, darunter Roteiche, Hainbuche, Traubeneiche, Winterlinde und Vogelkirsche. „Der Bürgerwald soll ein schöner, ab-wechslungsreicher Mischwald werden, der mit den Folgen des Klimawandels besser zurechtkommt als Fichten“, so Fritzemeier. Sicher werde es Jahrzehnte dauern, bis die Fläche die Anmutung eines Waldes haben wird, aber: „Sie wird bereits im nächsten Frühjahr mit dem frischen Grün der jungen Bäume die Spaziergänger und Wanderer erfreuen.“
Zur Einweihung wurde eine Infotafel errichtet, die über das Projekt und die Baumarten informiert und die Spender namentlich nennt. „Der Bürgerwald wird im nächsten Jahr erweitert, durch eine angrenzende Fläche. Wer sich an dem Projekt beteiligen möchte, kann dies also auch jetzt noch gern tun“, betont Stein.