Lemgo: „Fair-Schenken“ zur Weihnachtszeit

v.l.: Christiane Türke, Christel Graap, Helmut Kohorst, Savio Siebert, Klemens Gewies, Marvin Schmidt, Torge Koch, Petra Junghans, Frazer Kornatz, Ute Koczy, Malia Mühlenbernd und Burkhard Pohl.

Lemgo. „Noch bevor Du diesen Morgen Dein Frühstück beendet hast, bist Du auf die halbe Welt angewiesen.“ Dieses Zitat von Martin Luther King ist im Zeitalter der Globalisierung aktueller denn je. Für jeden Schluck Kaffee und Tee, den wir genießen, brauchen wir Produzenten in sogenannten „Dritte-Welt-Ländern“.
Weihnachten kommt näher. Jeder sucht nach dem passenden Geschenk für die Eltern, den Partner oder die Freunde. Denn Schenken macht Freude. Aber sollten nicht wirklich alle etwas davon haben? Kaum einer achtet beim hektischen Kauf darauf, wo die Produkte herkommen und wie sie produziert wurden.
Gemeinsam mit der Fairtrade-Initiative Lemgo werben die Schüler der Karla-Raveh-Gesamtschule dafür, beim Einkaufen darüber nachzudenken und den Fairen Handel zu unterstützen. „Damit es gerecht zugeht und alle Menschen gleichbehandelt werden“ so Torge Koch. „Wir beteiligen uns auch, weil wir eine Fairtrade-Schule sind“, verwies Malia Mühlenbernd auf die Rolle der Schule. Gegenwärtig beteiligen sich bundesweit über 850 Schulen mit über 650.000 Schülern an der Kampage Fairtrade-Schule, die das Engagement für fairen Handel an Schulen sichtbar macht.

Mit fairen Produkten ein Zeichen setzen

„Der faire Handel fördert langfristig und kommt direkt bei den Menschen an, die unsere Hilfe benötigen“, erläutert Helmut Kohorst, Sprecher der Fairtrade-Initiative Lemgo. „Gerade zur Weihnachtszeit kann man mit fairen Produkten ein besonderes Zeichen setzen. Handwerker und Bäuerinnen sind auf ein gutes Einkommen und faire Preise angewiesen. Nur wer genug Geld verdient, kann Kinder zur Schule schicken oder bei Krankheiten einen Arzt bezahlen.“
„Unsere fairen Nikoläuse setzen ein weihnachtliches Zeichen“ ist Klemens Gewies, Weltladen Lemgo, überzeugt. Diese Nikoläuse aus fair gehandelter Schokolade gibt es neben Kaffee, Tee, Wein, Schokolade, Kunsthandwerk, Kleidung oder Spielzeug in der Breiten Straße 43.
Die Alte Hansestadt Lemgo ist seit 2015 Fairtrade-Town. 2022 sind über 815 Fairtrade-Städte in Deutschland aktiv. Sie werben mit dem fairen Siegel für das besondere Engagement in ihrer Stadt.