Lemgo: Neue Anlaufstelle im Haus Wippermann

(von links) Renate Bauer von der Freiwilligen-Agentur, Gerd Pieper von der Radwandergruppe von Alt Lemgo, Bürgermeister Markus Baier, Rica Fricke vom Büro für Sozialraumlotsen und Wolfgang Kehl vom Stadtsportverband.

Lemgo. In den frisch sanierten Räumen des Hauses Wippermann ist der Baustellen-Lärm einer anderen Art von Geschäftigkeit gewichen. Seit September ist die VHS Detmold-Lemgo als Ankermieterin in dem historischen Gebäude angesiedelt. Neben einem umfangreichen Bildungsangebot gibt es seit einigen Tagen aber noch mehr in der ehemaligen Brennerei: Ansprechpartner aus den Bereichen Sport, Ehrenamt und Inklusion bieten Sprechstunden an.
Die Freiwilligen-Agentur Lemgo, der Stadtsportverband, das Büro für Sozialraumlotsen der Lebenshilfe Lemgo und die Radwandergruppe des Vereins Alt Lemgo nutzen das Büro im Erdgeschoss. Dort informieren sie über ihre Angebote, helfen bei Fragen und vermitteln bei Bedarf auch weiter. Jede Gruppe hat ihre festen Sprechzeiten. Bürgermeister Markus Baier erklärt die Idee hinter dem Projekt: „Hier ist ein richtiges Quartierszentrum, eine Anlaufstelle entstanden. Ganz zentral in der Fußgängerzone haben die Themen außerschulische Bildung, Ehrenamt, Inklusion und Sport ein gemeinsames Zuhause und können so nicht nur nebeneinander, sondern miteinander wirken.“

Jeder, der ehrenamtlich tätig werden möchte kann sich melden

Die Freiwilligen-Agentur Lemgo (FAL) wendet sich an Menschen aller Altersklassen, die ehrenamtliche Hilfe anbieten oder Hilfe benötigen. „Wir vermitteln dann die passenden Gesuche und Angebote. Das geht von Unterstützung älterer Menschen beim Einkaufen oder bei Arztbesuchen über Nachhilfe bei Schularbeiten, Helfer bei der Tafel bis hin zur Mitarbeit in den ökumenischen Besuchsdiensten im Krankenhaus und in den Altenheimen. Jeder, der ehrenamtlich tätig werden möchte, kann sich bei der Freiwilligen-Agentur melden,“ erklärt Renate Bauer, Mitglied der FAL.
Die richtigen Menschen zueinander bringt auch das Büro für Sozialraumlotsen. Rica Fricke von der Lebenshilfe Lemgo erklärt, was Sozialraumlotsen tun: „Das Projekt richtet sich an Menschen mit Behinderung. Wir vermitteln dabei zwischen Menschen, die sich an manche Situationen im Alltag nicht herantrauen, und Menschen, die ihnen genau dabei helfen möchten. Dabei geht es zum Beispiel um das Fahren mit dem Bus, einen Besuch in der Bücherei oder im Sportverein. Über das Projekt sind auch schon richtige Freundschaften entstanden. Zwölf Sozialraumlotsen mit Paten gibt es aktuell, aber es dürfen gerne noch mehr werden.“
Der Stadtsportverband ist der Dachverband der Lemgoer Sportvereine. Als solcher weiß er bestens Bescheid über alle Vereine und auch die Sportarten, die in den Vereinen angeboten werden. In seiner Sprechstunde informiert der Stadtsportverband über die eigenen Aufgaben und hilft auch weiter, wenn sich jemand für eine bestimmte Sportart interessiert. „Auch Vereinsvertreter können die Sprechstunde selbstverständlich für ein persönliches Gespräch nutzen“, erklärt Wolfgang Kehl, Pressewart des Stadtsportverbands.
Wer gerne Fahrrad fährt und in einer Gruppe Touren in und um Lemgo, aber auch Urlaube mit dem Fahrrad machen möchte, ist bei der Radwandergruppe von Alt Lemgo gut aufgehoben. Im Sommer unternimmt die Gruppe regelmäßig Ausflüge in Lemgos näherer Umgebung mit anschließender Einkehr. „Mehrfach im Jahr fahren wir aber auch mit einem Bus zu weiter entfernten Zielen, um die schönsten Radstrecken Deutschlands und des nahen Auslands kennen zu lernen“, erläutert Alexander Preetz.
Zu finden sind die Ehrenamtlichen in Raum 002 im Erdgeschoss von Haus Wippermann. Der Zugang erfolgt über das Holztor neben dem Haupteingang, darin befindet sich auch eine Klingel extra für das Büro. Alternativ kann der Haupteingang genutzt werden.