Lemgo: Religionsgemeinschaften mit Alternativprogramm

Bei den meisten Lemgoern Religonsgemeinschaften wartet an den Feiertagen ein vielfältiges Alternativprogramm zum üblichen Gottesdienst auf die Gemeindemitglieder.

Schutz an den Feiertagen steht an erster Stelle –

Lemgo. Gemeinsamer Austausch mit der Stadtverwaltung; An Ostern steht weiter Verzicht an. Schon seit einem Jahr gehören bei den in Lemgo ansässigen Religionsgemeinschaften Hygienekonzepte, Abstandsregeln und kreative religiöse Angebote zum Alltag der Gemeinden. Auch an den anstehenden Feiertagen setzen die Gemeinschaften auf Sicherheit und Gesundheitsschutz, wie sie bei einem gemeinsamen Austausch mit der Stadtverwaltung betonten. Ein vielfältiges Alternativprogramm zum üblichen Gottesdienst wartet auf die Gemeindemitglieder.
Videobotschaften, Live-Übertragungen und Anleitungen für die Religionsausübung im eigenen Zuhause sind nur manche der Möglichkeiten, die die Gemeinschaften nutzen. Auch Freiluft- und Kleinstgruppen-Gottesdienste gehören dazu. Versammlungen wie vor der Pandemie finden nicht statt; im Gegenteil, die meisten Gemeinden verzichten angesichts steigender Infektionszahlen in Lippe auf jegliche Präsenz-Veranstaltungen. Der Schutz der Gemeindemitglieder und der Beitrag zum Schutz der Gesellschaft stehen an erster Stelle, während der seelsorgerische Anspruch und Angebote für Bedürftige nicht vergessen werden. Das hat sich bewährt: „Die Zusammenkünfte aller Religionsgemeinschaften in Lemgo unterliegen der Anwendung von abgestimmten Hygienekonzepten und werden regelmäßig unangekündigt vom Ordnungsamt kontrolliert. Dabei haben wir keine nennenswerten Verstöße festgestellt. Das deckt sich auch mit der Erkenntnis, dass es bisher zu keinem größeren Infektionsgeschehen bei Gottesdiensten in Lemgo gekommen ist“, so Geschäftsbereichsleiter Dennis Ortmeier.
Bei einer Videokonferenz zum gemeinsamen Austausch distanzierten sich die Gemeindevertreterinnen und -vertreter von pauschalisierten Vorwürfen gegen Religionsgemeinschaften, die in der vergangenen Woche verbreitet worden waren. Auch Bürgermeister Markus Baier sieht das verantwortungsbewusste und bedachte Verhalten der Gemeinden und sprach ihnen dafür seinen Dank aus: „Wann immer wir den Dialog mit den Religionsgemeinschaften aller Glaubensrichtungen in Lemgo suchen, stoßen wir auf offene Türen und Ohren. Dieser direkte Umgang und dieses Miteinander sind für uns sehr wertvoll, nicht nur in Pandemiezeiten. Sie sind die Grundlage für unsere konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle Lemgos.“
Aufgrund der Infektionslage im Kreis Lippe und des anstehenden Osterfests und Ramadans hatte die Stadt Lemgo kurzfristig den Kontakt zu allen Religionsgemeinschaften in Lemgo gesucht. Das Angebot für einen gemeinsamen Dialog wurde von allen Seiten positiv gewertet und von zahlreichen Gemeindevertreterinnen und -vertretern wahrgenommen.

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