Die Gruppe aus Lippe im Düsseldorfer Landtag.

Kreis Lippe. Für eine lange Zeit war es stiller geworden in den Räumen des Düsseldorfer Landtags, denn aufgrund der Coronazeit wurden Besuchergruppen aus den Wahlkreisen sicherheitshalber ausgesetzt. Erst seit kurzem herrscht an den Plenartagen wieder die übliche quirlige Atmosphäre, die hunderte von Gästen aus dem ganzen Land beim Parlamentsbesuch verbreiten.
Sehr glücklich konnten sich dementsprechend jetzt auch die rund 30 Gäste aus Lage und einigen anderen lippischen Orten schätzen: Sie hatten den ersten Termin nach der Pause erwischt – und gleichzeitig auch den letzten vor der Landtagswahl.
Mit einer Einführung in die Arbeit des Landtags im neuen Multimedia-Zentrum begann der Aufenthalt. Dann verfolgten die Lipper auf der Besuchertribüne eine sehr turbulente Plenarsitzung – ausgerechnet die vorletzte Vollversammlung des Parlaments vor der Wahl. Dabei hatten sie „ihre“ Abgeordnete, Gastgeberin Ellen Stock, fest im Blick. Die Themen der Sitzung wurden dann in der anschließenden Diskussionsrunde mit der SPD-Politikerin rege nachbesprochen.
Auch viele Punkte aus der lippischen Heimat kamen zur Sprache, wie beispielsweise Bauprojekte. Ellen Stock, selber Lagenserin, berichtete zudem anschaulich von ihrer täglichen Arbeit als Landtagsabgeordnete: „Es ist mir sehr wichtig, meinen Gästen zu zeigen, wie wir hier arbeiten und worum wir uns kümmern, denn das ist viel mehr, als man vielleicht denkt. Als Mitglied im Petitionsausschuss habe ich ständig auch mit den persönlichen Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort zu tun. Das kann vom Nachbarschaftsstreit bis zur Straßenbauprojekten alles sein, bei dem auch Behörden beteiligt sind. Das Petitionsrecht gilt für jeden Menschen in NRW, der sich durch Behörden benachteiligt fühlt. In rund einem Drittel der Fälle kann ich eine konkrete Hilfe anbieten.“
Nach den vielen neuen Eindrücken im Landtag und einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen machten sich die Lipper auf den Weg in die berühmte Düsseldorfer Altstadt. Shopping und Sightseeing standen auf dem Programm, bevor der Bus alle wieder sicher zurück nach Lage brachte.