Dank der Lippischen Landesbrandversicherung AG konnte ein neues Gemälde für die Sammlung ersteigert werden. (v. l.) Jörg Düning-Gast, Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe, Marcus Duda von der Lippischen Landesbrandversicherung AG und Dr. Vera Lüpkes, Direktorin des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake.

Lemgo. Dank der Lippischen Landesbrandversicherung ist das Weserrenaissance-Museum stolzer Besitzer eines neuen Gemäldes. Es handelt sich um das Familienbildnis des Malers Simon Peter Tilmann. Er war Sohn des am Hof Graf Simon VI. tätigen Malers Johann Philipp Tilemann und seiner Frau Margareta, Tochter des lippischen Hofmusikers Bonaventura Borchgreving.
Simon Peter hat ein großes Oeuvre in Lippe hinterlassen. Fünf Porträts, die Graf Kasimir zur Lippe-Brake in Auftrag gegeben hatte, diverse mythologische Gemälde sowie eine Jagdszene und eine Darstellung der fünf Sinne. Sie hängen heute in den Schlössern Brake und Detmold sowie im Lippischen Landesmuseum. Der Neuzugang ist eine perfekte Ergänzung dazu.
Simon Peter wurde am 23. Juli 1601 in Lemgo-Brake geboren. Er war eins von fünf Geschwistern. Als die Mutter Margareta 1614 starb und der Vater seine Stelle als Hofmaler verlor, siedelte der Witwer mit seinen Kindern nach Bremen um. Man kann nur vermuten, dass Sohn Simon dort beim Vater das Handwerk der Malerei erlernte. Zu den ersten Gemälden, die man von ihm kennt, gehört das Porträt des Bremer Ratsherren Hindrich van Aschen von 1623, das heute im dortigen Rathaus hängt.