Sechs Mobilstationen für den Kreis Lippe

Präsentieren den Baufortschritt der Mobilstation in Lügde (von links): Landrat Dr. Axel Lehmann; Dr. Ute Röder, Verwaltungsvorstand II; Torben Blome, Bürgermeister der Stadt Lügde; Dennis Hetmann, Mobilitätsmanager beim Kreis Lippe.

Im Kreis Lippe entstehen an sechs Knotenpunkten sogenannte Mobilstationen. Sie werden bis zum Jahreswechsel an den Bahnhöfen in Lage, Horn-Bad Meinberg und Lügde sowie in Heiligenkirchen, Pivitsheide und am Kreativ Campus in Detmold errichtet. Die Mobilstationen bieten moderne Fahrradabstellanlagen mit Lademöglichkeiten für E-Bikes, Ladesäulen für E-Autos, Parkplätze sowie digitalen Anzeigetafeln, die die Fahrten des ÖPNV anzeigen. Am Standort Lügde informiert der Kreis über den Baufortschritt.
„Den Lipperinnen und Lippern wird an den Mobilstationen eine niedrigschwellige Möglichkeit geboten, selbstbestimmt zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln zu wechseln“, beschreibt Landrat Dr. Axel Lehmann das Projekt. „Besonders freue ich mich über die tolle interkommunale Zusammenarbeit mit den Städten. Natürlich können wir nicht sofort jedes Dorf an den ÖPNV anbinden, aber wir wollen Mobilität für die Menschen attraktiver, einfacher, preiswerter und klimaschonender machen“, fügt er hinzu.

Zum Jahreswechsel sollen alle Stationen einsatzbereit sein

In Lügde wird die Mobilstation am Bahnhof gebaut, um eine direkte Zuganbindung zu haben. Die digitale Tafel und ein Teil der Fahrradabstellanlage stehen schon. Bis Mitte November soll die gesamte Anlage fertig sein. Andere Mobilpunkte sind etwas weiter: In Pivitsheide steht beispielsweise schon die gesamte Abstellanlage. Sie wird als erstes an den Start gehen. Zum Jahreswechsel sollen dann alle Stationen voll einsatzbereit sein. Verwaltungsvorstand Dr. Ute Röder lobt das Projekt: „So funktioniert moderne Mobilität: ÖPNV und Individualverkehr bewusst verbinden.“
Die beteiligten Projektkommunen erhalten für die Umsetzung knapp 1,4 Millionen Euro aus dem Förderprojekt „Lippe_Re-klimatisiert“ zugewiesen, das der Kreis Lippe eingeworben hat. Bei den Ausschreibungen und der Vergabe der verschiedenen Baumaßnahmen unterstützt der Kreis Lippe die Projektpartner. Für die Stationen heißt das: Der Kreis Lippe baut die Mobilstation, betrieben wird sie dann von der jeweiligen Stadt. Lügdes Bürgermeister Torben Blome erklärt: „Die Mobilstation ist für die Lügder Bürgerinnen und Bürger ein großer Mehrwert. Hier bündelt sich eine nachhaltige, individuelle Art der Fortbewegung, die wir als Stadt vorantreiben möchten.“
Ein Platz in einer der Fahrradabstellanlagen lässt sich übrigens ganz einfach online buchen – und das NRW-weit, denn die Anlagen sind an das System radbox.nrw von mobil.nrw gekoppelt. Damit ist der Kreis Lippe einer der ersten Kreise in OWL, die an das System angeschlossen sind. „So kann ein Lügder zuhause einen Platz in der Fahrradanlage buchen, mit dem E-Bike zum Bahnhof fahren und dort sein Fahrrad sicher abstellen und gleichzeitig laden. Währenddessen ist beispielsweise eine Fahrt mit der S5 nach Schieder oder mit dem Bus in andere Ortsteile möglich“, nennt Dennis Hetmann, Mobilitätsmanager des Kreises Lippe, ein Beispiel.

Informationen über LiRek

Die Mobilstationen sind Teil des Projektes „Lippe_Re-Klimatisiert“, das vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Projektaufrufes “KommunalerKlimaschutz.NRW” mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert wird.
Bis Frühjahr 2023 sollen unterschiedliche Maßnahmen in den Bereichen „Mobilität“, „Gebäudesanierung“ und „Verhalten“ realisiert werden. Für eine optimale und langfristige Wirkung arbeiten neben dem Kreis auch die Städte Detmold, Lage, Lügde und Horn-Bad Meinberg sowie die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), die Stadtwerke Detmold und die Kommunale Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG) an der Umsetzung mit.
Weitere Infos zu LiRek gibt es online