Auch die Lippische Industrie hat aufgrund der Auswirkungen der Pandemie Umsatzrückgänge zu verzeichnen.

Entwicklung aber besser als der Landesdurchschnitt

Lippe. In den 123 lippischen Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten wurde im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Umsatz von 3,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Dies zeigt die aktuelle Auswertung der Daten des Statistischen Landesamtes (IT.NRW).
„Der Umsatz liegt um 5,2 Prozent unter dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums. Die lippische Industrie entwickelte sich aber trotz der Auswirkungen der Pandemie weitaus besser als der Landesdurchschnitt“, kommentiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) dieses Ergebnis.
Während der Inlandsumsatz um 4,3 Prozent (NRW -10,1 Prozent) sank, schrumpfte der Export um 6,1 Prozent (NRW -14,9 Prozent). Mehr als jeder zweite Euro wird unverändert im Ausland erwirtschaftet. Die Zahl der Beschäftigten lag fast unverändert bei 27.389 Personen (NRW -1,4 Prozent).
„Aus unseren Gesprächen mit Industrieunternehmen wissen wir, dass sich im industriellen Bereich erste leichte Besserungstendenzen seit dem Corona-bedingten Einbruch abzeichnen“, informiert Martens. Untermauert wird dies durch die monatlichen Veränderungsraten in der lippischen Industrie: Während in den Monaten April (-13,5 Prozent) und Mai (-16,5 Prozent) das Umsatzminus im zweistelligen Bereich lag, meldeten die Industrieunternehmen für den Monat Juni „nur“ ein Minus von 3,5 Prozent.
Mit Ausnahme der Nahrungs- und Futtermittelindustrie ist der Gesamtumsatz in sämtlichen Einzelbranchen rückläufig. In der Elektrotechnik, die mit 1,4 Milliarden Euro größte Einzelbranche in Lippe, ging der Umsatz um 2,6 Prozent zurück. In Lippes zweitgrößter Branche, der Kunststoffindustrie, sank der Umsatz um 3,1 Prozent. Dies war ausschließlich auf die negative Entwicklung des Exports zurückzuführen. Das Inlandsgeschäft stagnierte auf dem Vorjahresniveau.