Mehr als 1000 Besucher

Über den ganz Tag war der BUND-Apfelstand mit über 130 alten Apfelsorten dicht umlagert.

Apfeltag des BUND Lemgo begeisterte –

Lemgo. Bei Traumwetter kamen am Sonntag weit mehr als 1.000 Besucher zum Apfeltag der Lemgoer Gruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland ins Museum Hexenbürgermeisterhaus. BUND-Vorsitzender Eckhard Buschmeier und Museumsleiter Jürgen Scheffler waren hoch zufrieden über die Resonanz. Viele Besucher waren überrascht über das Angebot von mehr als 130 alten Apfelsorten, die aus den Streuobstwiesen des BUND Lemgo stammten und allesamt probiert werden durften. „Die schmecken ja völlig anders als die Sorten aus dem Supermarkt“, äußerte eine Besucherin begeistert. Das gesamte Angebot mit den vielen Ausstellern, Apfelkuchen, kulinarischen Köstlichkeiten, Honig, Apfelsecco, Fruchtaufstriche aus Wildfrüchten usw. usw. kam sehr gut an. „Da habt ihr wirklich etwas Außergewöhnliches auf die Beine gestellt, einfach prima“, lautete ein Urteil eines Besuchers. Großen Andrang über den ganzen Tag gab es beim Sonderstand zum Thema Apfelallergie. Betroffene Allergiker/innen kamen sogar eigens aus Bünde, Minden und Bad Nenndorf angereist um einmal zu probieren, ob es wirklich Äpfel gibt die sie vertragen können. Zunächst war man doch noch sehr skeptisch, mit Notfallset in der Tasche. Hatte ihnen doch teilweise vor mehr als 20 Jahre ein Arzt die Diagnose übermittelt, dass sie eine Apfelallergie hätten und deshalb auf Äpfel grundsätzlich verzichten sollten. Unter den Augen der gesamte Familie wurde dann am Stand mit einer kleinen Ecke von der Goldparmäne oder dem Eifeler Rambur ein Lippentest gemacht. Bei Supermarktsorten wie Gala, Elstar, Golden Delicious oder Pink Lady löst dies meist sofort ein unangenehmes Kribbeln aus. Eine Ehefrau schaute dabei ihren Mann skeptisch an und fragte „nun, was ist?“ „Nichts, ich kann’s nicht glauben, wirklich, keine Reaktion, den kann ich essen.“ Auf die Frage von Willi Hennebrüder vom BUND Lemgo, der den Stand betreute, ob man noch weitere alte Apfelsorten auf ihre Verträglichkeit testen wollte kam immer die Antwort, ja bitte gerne. Sein Fazit „Allein das strahlen in den Gesichtern der Apfelallergiker/innen, die nach vielen Jahren wieder problemlos Äpfel essen können und damit ein Stück Lebensqualität zurückgewinnen ist es Wert, das Apfelallergieprojekt weiter fortzusetzen.“ Informationen zum Projekt mit einer Sortenliste zu verträglichen und unverträglichen Apfelsorten, die auf Basis von Meldungen der Apfelallergiker erstellt wird, gibt es auf den Internetseiten den BUND Lemgo unter: https://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html