#mehralsdagegen, Schülerproteste 1968ff

Die Projektteilnehmer der 8. Klassen bei einer Probe ihres Stücks.

Karla-Raveh-Gesamtschule Lemgo taucht in Geschichte ein –

Lemgo. Die Karla-Raveh-Gesamtschule ist in diesem Jahr Schauplatz einer ungewöhnlich umfassenden Beschäftigung mit der Zeitgeschichte. Das Museum Hexenbürgermeisterhaus und die KRG bereiten ein gemeinsames mehrteiliges Schul- und Ausstellungsprojekt mit dem Titel „#mehralsdagegen. Schülerproteste 1968ff“ vor.
Die Schule hat langjährige Erfahrung mit Kooperationsprojekten. Seit vielen Jahren wird sie durch den Kreis Lippe mit Mitteln aus dem Landesprogramm „Kultur und Schule“ unterstütz, um Projekte im künstlerischen Bereich in Zusammenarbeit mit regionales Kunstschaffenden durchzuführen. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Museum Hexenbürgermeisterhaus konnten in den letzten Jahren auch Kooperationen mit besonderem Anspruch verwirklicht werden.
Für die Auseinandersetzung mit der Zeit rund um 1968 – speziell mit dem Blick auf die Schulen – entstehen an der Gesamtschule zwei eigenständige Theaterproduktionen. Eine Produktion von 43 Schülern der 8. Klasse aus den Kursen „Darstellen und Gestalten“ wird durch das Programm „Kultur und Schule“ gefördert.
Für das Projekt setzen sich rund 60 Schüler unterschiedlicher Jahrgänge seit Beginn des Schuljahres in vier Kursen (Literatur, Geschichte sowie Darstellen und Gestalten) intensiv mit dem Thema auseinander und bereiten Präsentationen vor, die in der Schule und im Museum aufgehführt werden sollen. Der Zusatzkurs Geschichte des 13. Jahrgangs recherchierte Zeitgeschehen und Hintergründe. Die Arbeitet dieses Kurses dient den anderen Teilnehmern dadurch als Grundlage für die Entwicklung von Spielszenen. Die Ausstellung im Hexenbürgermeisterhaus wird vom 8. Juni bis Mitte September zu sehen sein, das Theaterstück wird Mitte des Jahres in der Gesamtschule und auch im Museum aufgeführt.