Ministerin Scharrenbach besucht Lemgo

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW stattete der Hansestadt Lemgo einen Besucht ab. Foto: Wikipedia

Quartiersspaziergang durch das „Musikerviertel“ –

Lemgo. Der Austausch zum Wohnraumförderprogramm 2018-2022 und das Bündnis für Wohnen im ländlichen Raum führten Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Nordrhein Westfalen nach Lemgo. Als Teilnehmerin der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Wohnungswirtschaft in Ostwestfalen-Lippe und bei einem Quartiersspaziergang durch das Lemgoer „Musikerviertel“ machte sich die Ministerin ein Bild von den Herausforderungen im Bereich Bauen und Wohnen in der Region.
Die Vertreter der Wohnungswirtschaft thematisierten im Gespräch unter anderem die niedri-gen Fördermieten in den ländlichen Gebieten. Sie erschweren den Unternehmen die Bereit-stellung der dringend benötigten öffentlich geförderten Wohnungen – im Neubau und im Be-stand. Auch gestiegene Baupreise und die Verfügbarkeit bebaubarer Flächen waren Thema.
Ein gelungenes Praxisbeispiel präsentierte die Wohnbau Lemgo: Im „Musikerviertel“ ersetzt die Genossenschaft mit einem Bestand von über 2.000 Wohnungen ein Quartier aus den 1950er Jahren durch 102 neue barrierefreie Wohnungen. Neben einem Apartmenthaus mit 30 neuen Wohneinheiten und dem Neubau Schumannstraße 19 sind auch bereits 36 Woh-nungen komplett modernisiert worden. Insgesamt wird die Genossenschaft rund 29 Millionen EURO in den Quartiersumbau im Musikerviertel investieren.
Ministerin Scharrenbach in ihrem Fazit: Die Arbeit der ARGE Wohnungswirtschaft Ostwest-falen-Lippe leistet einen wichtigen Beitrag für den Wohlstand der Region. Mit Bauaufträgen von mehr als 100 Millionen Euro im Jahr sichert die Wohnungswirtschaft OWL zahlreiche Arbeitsplätze. Die REGIONALE 2022 wird der Region außerdem einen zusätzlichen Schub verleihen – auch im Hinblick auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Die ersten Schritte sind bereits getan: Mit der aktiven Kooperation von 28 Akteuren der Wohnungswirt-schaft, die sich zur „Arge Wowi“ zusammengeschlossen haben, gibt es bereits gute Ansätze, wie eine quartiersbezogene Betrachtungsweise von Wohnraumförderung und Städtebauförderung auf kleinere Städte und Dörfer übertragen werden kann. Ich freue mich auf den weiteren Prozess.“
Die ARGE Wohnungswirtschaft Ostwestfalen-Lippe ist ein Zusammenschluss von Wohnungsbaugenossenschaften, kommunalen, kirchlichen und privaten Wohnungsunternehmen. Insgesamt arbeiten 28 Unternehmen zusammen.