Nachdenklich: Brakes Trainer Andreas Ridder und sein Team befinden sich in einer schwieriger Situation. Der TuS steht abgeschlagen auf dem letzten Platz in der Tabelle. Nur noch Siege können den Bräker weiter helfen, doch am Sonntag steht für Ridder und seine Jungs das schwere Auswärtsspiel in Leopoldshöhe an.

Lemgo (ruko). Nach dem 1:1 daheim gegen den SC Bad Salzuflen steht für den TBV Lemgo am kommenden 17. Spieltag das nächste Topspiel an. Die Lemgoer sind beim Ligaprimus TuS Lipperreihe zu Gast. In Leese steht das Kellerduell zwischen dem BSV und dem TuS Sonneborn auf der Agenda.


„Müssen dieses
Spiel gewinnen!“

 

TBV-Trainer Matthias Wölk weiß um die Bedeutung des Spiels in Lipperreihe: „Wir wollen oben dran bleiben, darum müssen und wollen wir diese Partie gewinnen und werden dafür alles in die Waagschale werfen“, macht Wölk deutlich, dass ihn ein neuerliches Remis nicht reichen wird. Fehlen werden ihm allerdings Artur Esko, Philipp Born und die Wakentin-Brüder Arno und Manuel. Der TBV dürfte in diesem Match, das Hinspiel gewannen die Lemgoer mit 3:0, zweifelsohne mehr unter Druck stehen als der TuS. Die Lipperreiher wollen sich in dieser Serie in erster Linie weiter entwickeln. Der Titelgewinn ist für TuS-Trainer Frank Fulland alles andere als ein Muss.


Weiter große
Personalsorgen


Der Tabellendritte SC Bad Salzuflen trifft am Sonntag in Wüsten um 15.15 Uhr auf den VfL Lüerdissen. SC-Coach Frank Biermann schätzt den VfL, dennoch ein Sieg ist für ihn Pflicht in dieser Partie. „Die Vorzeichen für dieses Spiel sind klar. Der SC stellt den Favoriten, aber wir tun uns leichter gegen Mannschaften, die offensiver ausgerichtet sind. Wir wollen den SC auf jeden Fall ärgern. Vielleicht gelingt uns ja Ähnliches wie im Hinspiel, als wir 2:2 spielten“, so Lüerdissens Sportlicher Leiter Willi Wollbrink. Personell sieht es weiterhin nicht rosig für die Lüerdisser aus. Neben den Langzeitverletzten wird jetzt auch Sägebrecht wegen eines Muskelfaserrisses ausfallen. Zudem stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen von Wolf, Steffen und Blübaum.

 

„Habe mir einen
Plan zurecht gelegt!“


Der SV Werl-Aspe geht nach dem Sieg in Ahmsen mit stolz geschwellter Brust in das Heimspiel gegen den TuS Asemissen. „Es geht gegen mein Ex-Team und da wollen wir uns natürlich gut verkaufen. Die Aufgabe wird nicht leicht, doch ich habe mir schon einen kleinen Plan zurecht gelegt, wie wir das Spiel bestreiten wollen“, so ein selbstbewusster Asper Coach Marcio Goncalves, der in personeller Hinsicht zurzeit weniger Problem hat. Aber auch die Asemisser gehen nach dem 8:1-Kantersieg gegen den TSV Oerlinghausen II selbstbewusst in das Spiel. „Aspe ist auf jeden Fall besser als es deren momentaner Tabellenplatz aussagt. Das ist uns bewusst und wir wissen was auf uns zukommt“, so Asemissens Coach Carsten Skarupke, der auf den urlaubenden Bahri, Giesbrecht und Dadaev verzichten muss.


Der TSV Oerlinghausen II erwartet den TuS Bexterhagen und will sich für die 1:8-Pleite im Spiel gegen Asemissen rehabilitieren. Bexterhagens Coach Sven Gleisner freut sich auf diese Partie, wird er doch auf viele alte Weggefährten treffen. „Für mich ein 50:50-Spiel“, so der TuS-Coach der soweit alle seine Getreuen an Bord hat.


„Ahmsen liegt
uns nicht so gut!“

 

Der FC SSW hat es daheim mit dem TuS Ahmsen zu tun. „Ahmsen liegt uns nicht so gut, doch wir spielen auf Rasen, das könnte ein Vorteil für uns sein. Wichtig wird sein, dass wir so lange wie möglich die Null halten“, so FC Co-Trainer Rouven Post. Daniel Knopke wird wieder dabei sein. Er hat seine Gelbsperre abgesessen. Der TuS will die Scharte der Heimniederlage gegen Aspe natürlich vergessen machen.


In Hohenhausen treffen die SG Bentorf/Hohenhausen und der TBV Lemgo II auseinander. Die SG ist nach dem Sieg in Brake im sicheren Mittelfeld angelangt und will auch gegen die Hansestädter punkten. „Wir wollen aus dem Kalletal auf keine Fall mit leeren Händen nach Hause fahren, auch wenn wir wissen, dass sich die SG stabilisiert hat“, macht Lemgos Trainer Benni Rawe deutlich, dass er etwas aus Hohenhausen mitnehmen will, auch wenn er auf den rotgesperrten Christian Sawert im Tor verzichten muss. Für ihn wird Jan Rösner im Kasten stehen. Zudem fehlen Tobias Prachnau, Matze Wellmann und Ronni König.

 

„Mannschaft kann sich
gar nicht einspielen!“


„Uns helfen nur noch Siege, ergo Punkte weiter“, ist nicht nur Brakes Geschäftsführer Michael Berge bewusst. Der TuS hat allerdings das schwere Spiel in Leopoldshöhe vor der Brust. Die Leos befinden sich schon seit Wochen in bestechender Form und für TuS-Trainer Chris Martens zählt in diesem Match natürlich nur ein Sieg. Der TuS hat weiterhin große personelle Probleme. „Unser Trainer Andreas Ridder muss Woche für Woche umdisponieren, weil zwei oder sogar mehrere Spieler fehlen. Die Mannschaft kann sich somit gar nicht einspielen“, macht Berge eine Ursache für das bisher dürftige Abschneiden der Bräker in der Liga aus.



17. Spieltag, Sonntag, 17. November

Oerlinghausen II – Bexterhagen
SV Werl-Aspe – TuS Asemissen
FC SSW – TuS Ahmsen
Bad Salzuflen – VfL Lüerdissen
TuS Lipperreihe – TBV Lemgo
SG Bentorf/H. – TBV Lemgo II
TuS Leopoldshöhe – TuS Brake
BSV Leese – TuS Sonneborn