Naturdenkmal Seerosenteich in Ostenland

Am Naturdenkmal Seerosenteich ist alles zugewuchert. Der Kreis Paderborn lässt Gehölz entfernen, um bedrohte Arten zu schützen.

Kreis Paderborn lässt Weidengebüsche entfernen, um seltene Torfpflanzen zu schützen –

Kreis Paderborn. Die Landschaft leidet sichtlich unter der anhaltenden Trockenheit. Für das Naturdenkmal Seerosenteich in Ostenland hätte es nicht besser laufen können. Der Kreis Paderborn kann nun jenes Gehölz entfernen lassen, das aufgrund der hohen Wasserstände in den Wintermonaten stehen gelassen werden musste. Die bis zu 4 m hohen Weiden- und Faulbaumgebüsche sind auf einer Fläche von rund 3000 m² mittlerweile so üppig gewachsen, dass sie seltene Pflanzen wie Sumpfblutauge und Wollgras verdrängen. Amhibien, Libellen und Heuschrecken profitieren ebenfalls von den Rodungsarbeiten und den dadurch entstehenden Freiflächen rund um den Teich. Da die Arbeitsbedingungen jetzt optimal sind, beginnt das seitens des Kreises Paderborn beauftragte Unternehmen ab dem morgigen Freitag, 27. Juli, mit den Arbeiten auf dem kreiseigenen Grundstück. Zuvor haben sich Mitarbeiter des Paderborner Kreisumweltamtes noch mal ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. Die Brutzeit ist abgeschlossen, geschützte Arten werden durch die Rodungsarbeiten weder gestört noch verdrängt.
Mit dem Seerosenteich befindet sich in Ostenland südlich des Moorweges ein Niedermoorrest, der historisches Zeugnis über die hier ursprünglich vorhandene feuchte Niederungslandschaft mit einzelnen Niedermoorbereichen ablegt. In dem ehemaligen bäuerlichen Torfstich und den angrenzenden moorigen Bereichen haben sich Relikte der ursprünglichen Niedermoorvegetation erhalten, die zunehmend durch die sich ausbreitenden Weidengebüsche verdrängt werden. Von Fachplanern war zuvor ein mit Landesmitteln finanziertes Pflegekonzept erstellt worden, das jetzt realisiert wird: Ziel der naturschutzfachlichen Pflegemaßnahmen ist es, die Nass- und Feuchtwiesen rund um den so genannten Seerosenteich wiederherzustellen und den Lebensraum für die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu optimieren. Fragen beantwortet Dorothee Heuermann, Tel. 05251 308-6653 (Umweltamt Kreis Paderborn).