Büren: Gesamtschule wegen vermeintlicher Handgranate geräumt

Auch die LKA-Experten sprachen von einer täuschend echt aussehenden Attrappe.

Täuschend echt aussehender Attrappe

Büren. Wegen einer vermeintlichen Handgranate ist am Mittwochvormittag die Gesamtschule Büren sowie eine angrenzende Grundschule evakuiert worden. Die Polizei sperrte das Gelände ab und zog Sprengstoffexperten vom Landeskriminalamt (LKA) hinzu. Mittags konnte Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um eine auch für Experten täuschend echt aussehende Attrappe.
In einem Klassenraum einer 5. Klasse im 1. Obergeschoss der Schule zeigte ein 11-jähriger Schüler einem Mitschüler eine Handgranate, die er angeblich gefunden hatte. Der Klassenlehrer wurde darauf aufmerksam und unterbrach den Unterricht. Da die Granate völlig echt aussah, verließ der Lehrer mit der gesamten Klasse den Raum und informierte die Schulleitung. Die Granate blieb in dem Unterrichtsraum zurück. Die Schulleitung evakuierte die Schule im Rahmen eines ausgearbeiteten Konzepts und alarmierte gegen 09.27 Uhr die Polizei. Die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrerkollegium verließen die Schule und sammelten sich zunächst auf dem nahegelegenen Sportplatz. Die Polizei sperrte das Umfeld der Schule ab und durchsuchte das gesamte Gebäude, um sicherzustellen, dass alle Personen die Schule verlassen haben und in Sicherheit sind. Die weitere Betreuung und Versorgung der Schülerschaft erfolgte durch Lehrerinnen und Lehrer sowie die Mitarbeiter der Stadt Büren und dem Betreuungsteam des Kreises Paderborn. Ein Expertenteam des LKA traf mittags an der Schule ein. Sie untersuchten den mutmaßlichen Explosivkörper und stellten fest, dass Originalteile verbaut waren. Deswegen konnte die Ungefährlichkeit des Gegenstands erst nach genauerer Untersuchung festgestellt werden. Gegen 12.30 Uhr kam die Entwarnung. Es handelt sich definitiv um eine völlig ungefährliche Attrappe. Die Schülerinnen und Schüler wurden wieder zur Schule zurückgeführt. Wie der Schüler an die Granatenattrappe gelangt ist, soll jetzt durch Ermittlungen der Kripo geklärt werden.