Am Freitag wurde umfangreiche Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität in der Innenstadt von Paderborn durchgeführt.

Paderborn. Die Paderborner Polizei hat am Freitag umfangreiche Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität in der Innenstadt von Paderborn durchgeführt. Ziel war, Straßenhändler und deren Ankäufer zu identifizieren, um diese einer entsprechend beweiskräftigen Strafverfolgung zuzuführen. Gleichzeitig wurden gerichtlich verfügte Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt, die im Rahmen von laufenden Strafverfahren erlassen worden sind.
Insgesamt 15 Tatverdächtige wurden zwecks Überprüfung ihrer Personalien mit zur Paderborner Wache genommen. Fünf Beschuldigte hatten Marihuana dabei. Entsprechende Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz wurden eingeleitet.
Die Polizeikräfte sprachen zwei Betretungs- und Aufenthaltsverbote gegenüber polizeilich bekannten Szene-Angehörigen aus. Die 16 und 21 Jahre alten Männer erhalten ein dreimonatiges Betretungsverbot für die Innenstadt. Bei Missachtung droht ihnen ein entsprechendes Zwangsgeld und in letzter Konsequenz die Erzwingungshaft. Dies droht auch zwei weiteren Männern, die bereits gegen bestehende Aufenthaltsverbote verstoßen haben.
Unter den kontrollierten Personen waren auch vier Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren. Die 12-Jährige war am Einsatztag durch ihre Eltern als vermisst gemeldet worden. Eines der beiden 13-Jährigen Mädchen erwischte die Polizei im Sommer dieses Jahres bereits beim Handel mit Marihuana. Die Eltern holten die Kinder auf der Wache in Paderborn ab.

Auch Wohnungen durchsucht

Parallel zu den Kontrollen durchsuchten die Fahnder Wohnungen. In einer trafen die Beamten nicht nur zwei Tatverdächtige an, sondern stellten auch Marihuana, einen Schlagring, ein laut Waffengesetzt verbotenes Klappmesser sowie einen vierstelligen Geldbetrag sicher. Gegen die beiden 21-Jahre alten Männer werden erneute Strafverfahren wegen Drogendelikten eingeleitet, In einer weiteren Wohnung fanden sich Utensilien, die auf den Handel mit Betäubungsmitteln hinweisen.
Der Leitende Polizeidirektor Ulrich Ettler, erklärt: “Wir nehmen das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit im Innenstadtbereich von Paderborn ernst. Deshalb führen wir neben unserer täglichen Präsenz regelmäßige Einsätze wie diesen durch.” Zur Unterstützung der Paderborner Fahnder waren Kräfte der Einsatzhundertschaft aus Bielefeld vor Ort.
Das Thema Präsenz und Schwerpunktkontrollen im Innenstadtbereich von Paderborn wird weiterhin ein Behördenschwerpunkt bleiben. Bereits im Mai dieses Jahres gab es einen entsprechenden Einsatz. Auch hier leitet die Paderborner Polizei Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz ein und sprach Betretungs- und Aufenthaltsverbote aus.