Paderborn nutzt ab sofort die luca-App

Im Kreis Paderborn kann ab sofort luca-App genutzt werden. Fotos: Jens Oellermann/luca-app.de

Gemeinsam gegen die Pandemie – mit technischer Innovation –

Kreis Paderborn. Die Verträge sind unterschrieben und alle Testläufe abgeschlossen: Ab sofort kann im Kreis Paderborn die luca-app genutzt werden. „Gemeinsam können wir die Pandemie bekämpfen! Die luca-App ein technischer Baustein, der wieder mehr Freiheiten ermöglichen kann“, freut sich Landrat Christoph Rüther und ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, die kostenlose App herunterzuladen.
Die App des Anbieters culture4life dient der schnellen und sicheren Kontaktnachverfolgung im Falle einer Corona-Infektion. Sie kann von Geschäfts- und Restaurantinhabern, Sportvereinen oder auch Privatleuten genutzt werden um digitale Besucher- und Teilnehmerlisten zu erstellen. Alle Daten werden sicher und datenschutzkonform gespeichert und ausschließlich dem Gesundheitsamt im Falle eines vorliegenden Infektionsfalles übermittelt. Dieses kann die Daten digital in seine Software überspielen. „Die luca-App beschleunigt und vereinfacht die Kontaktnachverfolgung enorm. Statt wie bisher Listen, die von Teilnehmern und Besuchern per Hand ausgefüllt wurden, bekommen wir nun alle Kontaktdaten digital und können diese direkt verarbeiten“, freut sich die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Constanze Kuhnert. Gerade der letzte Punkt war für den Kreis wichtig. „Technische Innovationen sollen unsere Arbeit erleichtern und nicht erschweren, indem mehrere parallele Meldesysteme aufgebaut werden. Wir werden daher auch alle weiteren sinnvollen Apps und Anbieter, die eine digitale Einspielung der Daten in unsere Software ermöglichen, unterstützen“, betont Landrat Rüther.

Wie funktioniert die Kontaktnachverfolgung über die luca-App?

Händler oder Veranstalter registrieren sich in der luca-App und generieren anschließend über die App einen QR-Code. Diesen hängen sie öffentlich aus, sodass sich ihre Gäste, welche die luca-App auf ihrem Smartphone installiert haben, selbstständig über den QR-Code beim Betreten einchecken können. Ein Auschecken ist nicht notwendig, dies erfolgt automatisch. Der Kreis hat Plakate vorbereitet, auf denen die Gastgeber den QR-Code aushängen können. Diese können auf der Informationsseite des Kreises zur App heruntergeladen werden.
Hat sich jemand infiziert, gibt er dies in seiner luca-App an. Alle Personen, die sich zeitgleich mit dem Infizierten an einem Ort aufgehalten haben, werden informiert. Parallel wird das Gesundheitsamt informiert.

Was ist, wenn jemand kein Smartphone hat oder die luca App nicht installieren will?

Wer die luca App nicht auf einem Smartphone installiert hat, kann sich entweder auf der Internetseite der luca-App unter luca-app.de registrieren oder er nutzt einen der 15.000 Schlüsselanhänger für die App, die der Kreis Paderborn bestellt hat. Wer einen solchen Schlüsselanhänger hat, braucht sich nur einmalig auf der Internetseite des App-Anbieters registrieren und kann sich danach mit dem Anhänger zum Beispiel in Geschäften, Kultureinrichtungen oder beim Restaurantbesuch einchecken. „Wir haben 15.000 Stück dieser Anhänger bei dem App-Anbieter bestellt und warten zurzeit noch auf die Lieferung. Sobald diese da sind, werden wir sie kostenfrei in den Kommunen verteilen“, verspricht Landrat Rüther.
Der Kreis informiert auf einer Serviceseite auf seiner Homepage darüber, wie die luca-App funktioniert. Außerdem hat er eine Servicenummer eingerichtet, die insbesondere Händler und Veranstalter bei Fragen berät. Das Servicetelefon ist zu erreichen unter 05251 308-2222 von montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr. Weitere Informationen zur App auch auf der Serviceseite des Kreises unter paderborn.luca-app. Ursprünglich war der Start für letzte Woche geplant. Alle Vorbereitungen waren rechtzeitig abgeschlossen, leider verzögerte sich der Start aufgrund des zurzeit hohen Arbeitsaufkommens bei dem App-Anbieter um einige Tage. Der Kreis wird nun auf Händler im Kreisgebiet zugehen und für die Nutzung der App werben. „Machen Sie mit und unterstützen Sie uns alle dabei, unseren normalen Alltag Stück für Stück zurückzuerobern“, ruft der Landrat auf.