Paderborn wuchs 2017 um 467 Menschen

Die Einwohnerzahl der Stadt Paderborn steigt weiter an.

Statistik der Stadt Paderborn legt Jahresbericht vor –

Um 467 Personen auf 150.702 wuchs die Einwohnerzahl Paderborns im vergangenen Jahr. Dies entspricht einem Anstieg von 0,3 Prozent, der allerdings unter dem durchschnittlichen Wachstum der Jahre 2007 bis 2016 liegt. Wie die Statistik der Stadt weiter mitteilt, war die Bevölkerungszahl 2016 noch um 627 Einwohner angestiegen. Die 150.000er-Marke wurde erstmals am 1. November 2016 überschritten.
Wie Statistiker Michael Wahl in seinem Jahresbericht ausführt, hat auch die Zahl der ausländischen Mitbürger weiter zum Wachstum beigetragen, zurzeit leben 17.718 Personen mit nicht-deutschem Pass in Paderborn. Das sind 584 (3,4 Prozent) mehr als am Jahresende 2016. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt jetzt 11,8 Prozent (2016 = 11,4 Prozent). Am stärksten gestiegen ist die Zahl der Mitbürger aus Syrien um 193 Personen auf jetzt 2.204 Personen. Damit stellen die Syrer im zweiten Jahr die stärkste Gruppe von Ausländern in Paderborn. Sie hatten im November 2016 die türkische Gemeinschaft abgelöst. Aber auch aus Indien (+98, jetzt 425), aus China (+80, jetzt 819) sowie aus dem Kosovo (+83, jetzt 274) sind viele Menschen neu zu uns gekommen. Am stärksten zurückgegangen ist Zahl der serbischen Mitbürger (-135, jetzt 318 Personen), was auch auf Einbürgerungen zurückzuführen ist.
Ein deutlich positives Ergebnis weist die “natürliche Bevölkerungsbewegung” auf. Dabei war die Geburtenzahl mit 1.596 Babys die zweithöchste der vergangenen fünfzehn Jahre (2016 = 1.589, 2015 = 1.612). Da auch in den drei Vorjahren die Geburtenzahl bereits deutlich höher ausgefallen ist, hat das in den kommenden Jahren zwangsläufig Auswirkungen auf Kindergärten und Grundschulen. Die Zahl der Sterbefälle lag mit 1.258 (Vorjahr = 1.207) zum vierten Mal in fünf Jahren über 1.200. Da immer mehr Menschen ein Alter über 80 Jahre erreichen wird die Zahl der Sterbefälle in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter ansteigen. Aus Geburten und Sterbefällen ergibt sich somit ein natürlicher Saldo von +338 Personen (2016 = +382, 2015 = +333). Dies entspricht einem ähnlich hohen Geburtenüberschuss wie in den beiden Vorjahren.
Die sogenannten „Wanderungen“ trugen den deutlich geringeren Teil zum Bevölkerungswachstum bei. Dabei war die Zahl der 8.411 Zuzüge (2016 = 9.257) niedriger als im Vorjahr. 2017 spielte auch die deutlich zurückgegangene Zahl an aufgenommenen Flüchtlingen eine Rolle. Auch die Fortzugszahl war mit 8.282 Personen deutlich niedriger als in 2016 (= 9.012). Beide zusammen ergaben einen Wanderungsgewinn von lediglich + 129 Personen (2016 = +245, 2015 = + 2.095).
Den stärksten Zuwachs unter den Stadtteilen hatten in 2017 wieder die Kernstadt (+446) sowie Marienloh (+112), gefolgt von Schloß Neuhaus (+45) und Dahl (+38). Elsen (-69), Benhausen (-52) und Sande (-48) schrumpften dagegen. Neuenbeken (+13) und Wewer (-18) stagnierten weitgehend.
Bei den Altersgruppen waren die Entwicklungen unterschiedlich. Reduziert hat sich in 2017 trotz des Bevölkerungswachstums die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren (-0,8 Prozent) und die Zahl der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 (-0,8 Prozent). Alle anderen Altersgruppen wuchsen oder stagnierten. Am stärksten ist der Zuwachs bei den Seniorinnen und Senioren ab 80 Jahren mit +5,0 Prozent. Aber auch die Zahl der Kinder im Kindergartenalter von drei bis fünf Jahren (+3,4 Prozent) hat deutlich zugenommen.